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Userwertung:

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,66 von 10 (1.887x bewertet)
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Der nach einem Unfall querschnittsgelähmte Philippe (François Cluzet) befindet sich auf der Suche nach einem Pfleger. Doch die vorsprechenden Personen sind so gar nicht nach seinem Geschmack. Erst als er auf den unwilligen Driss (Omar Sy) trifft, sieht sich Philippe am Ziel. Im Gegensatz zu den anderen Bewerbern zeigt Driss nämlich kein verstiegenes Mitleid und verhält sich in der Gegenwart Philippes nicht übertrieben vorsichtig. In der Folge entwickelt sich zwischen den ungleichen Männern eine tiefe Freundschaft, die sowohl für Philippe als auch für Driss eine gänzlich neue Lebensqualität bedeutet.

Dass Filme mit körperlich beeinträchtigen Protagonisten emotionale (und dabei sehenswerte) Dramen sein können, beweisen Beispiele wie „Schmetterling und Taucherglocke“ oder „Das Meer in mir“. Dass man sich diesem schwierigen Thema allerdings auch auf anderem Wege nähern kann, zeigt der Überraschungserfolg des Regie-Duos Olivier Nakache und Éric Toledano. Denn obwohl „Ziemlich beste Freunde“ nicht vollends auf emotionale Momente verzichtet, ist der Film im Herzen ein beschwingtes Buddy-Movie, das sich die ganz speziellen Voraussetzungen der handelnden Personen zunutze macht. Dabei gelingt es dem Film überraschend leichtfüßig, die nicht unanspruchsvolle Balance zwischen teils tiefschwarzem Humor und berührender Tragik zu halten, ohne sich dabei in klamaukartigen Späßen zu verirren, wie es etwa beim (weit) entfernten Genre-Verwandten „Wo ist Fred?“ der Fall ist. Anstatt sich erst eine schreiend komische Komödie und dann ein tief trauriges Drama anzuschauen, können wir daher nur empfehlen, sich mit „Ziemlich beste Freunde“ die vielleicht gelungenste in beide Richtungen tränentreibende Genre-Symbiose der vergangenen Jahre zu Gemüte zu führen.

Zunächst als übliche französische Komödie wahrgenommen, konnte sich „Ziemlich beste Freunde“ Zeit seines Erscheinens schnell zum Box-Office-Erfolg mausern und lockte europaweit Cineasten scharenweise ins Kino. Und wenn auch der menschliche Herdentrieb nicht immer maßgebliches Qualitätsbewusstsein beweist, kann man in diesem Fall nur feststellen, dass alle Kinogänger mit dem Film die richtige Entscheidung getroffen haben. Für den nächsten Film-Abend sollte man sich demnach „Ziemlich beste Freunde“ ins Haus holen – und vielleicht den filmbegeisterten Nachbar.


Daten:

USA 2011, 110 Minuten, FSK: 6
Regie: Olivier Nakache, Éric Toledano
Genre: Komödie | Drama
Darsteller: François Cluzet, Omar Sy, Anne Le Ny, uvm.


Für Fans von:

Schmetterling und Taucherglocke, Das Meer in mir


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,4 von 10
moviepilot.de: 7,9 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5
moviemaze.de: 73 von 100%


Filmzitate:

„Keine Arme – keine Schokolade.“

„Haben Sie keine anderen Ziele in ihrem Leben?“ „Doch natürlich, ein Ziel guck ich gerade an und das ist sehr motivierend.“

„Das ist ja ein Baum! Ein Baum, der singt…!“



Auszeichnungen:

  • Gewinner des Tokyo Sakura Grand Prix 2011 beim Tokyo International Film Festival
  • Neun Nominierungen beim César 2012



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