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Zufälliger Film


Ed Wood

schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 6,85 von 10 (100x bewertet)
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Genre: Biopic Filme, Schwarzweißfilme

Edward D. Wood (Johnny Depp) hat den unbändigen Traum, als Hollywood-Regisseur berühmt zu werden. Doch die Bosse der großen Produktionsfirmen haben für seine Drehbücher nicht viel übrig und glauben nicht an ihn. Kurzentschlossen nimmt Wood die Produktion seiner Filme selbst in die Hand und fabriziert mit der Unterstützung seiner Freundin Dolores Fuller (Sarah Jessica Parker) trashige Horror-Streifen. Schließlich kann er auch noch den in die Jahre gekommenen und mittlerweile drogenabhängigen Dracula-Darsteller Bela Lugosi (Martin Landau) für seine Sache begeistern und findet in ihm eine Vaterfigur.

Auch wenn man sich bisher noch keinen Film von Ed Wood zu Gemüte geführt hat, kann man anhand des ihm mehr oder minder offiziell verliehenen Attributs „schlechtester Regisseur aller Zeiten“ erahnen, dass ein Ed-Wood-Film ein ganz besonderes Erlebnis darstellt. Doch während Woods Horror-Machwerke allein aufgrund ihres Trash-Charmes eine schier aberwitzige Anziehungskraft auf Cineasten ausüben, ist Tim Burtons Biopic über den eigenwilligen Regisseur von ganz außerordentlicher (und tatsächlicher) Qualität. Das in stimmigen Schwarz-Weiß-Bildern gehaltene Portrait nähert sich seinem Protagonisten nämlich in differenzierter Art und Weise an und stellt neben den absurd-komischen Momenten, die Ed Woods liebenswürdiger Größenwahn unweigerlich mit sich bringt, vor allem die tragikomischen Momente in den Vordergrund. Dabei berührt insbesondere die traurig-schön in Szene gesetzte Freundschaft zwischen Wood und Lugosi, die zum Ausdruck der inneren Verzweiflung beider Protagonisten wird. Mit Johnny Depp, der seiner Figur eine mitreißende Vitalität verleiht, und Martin Landau, der für seine beeindruckende Darstellung des im Zerfall befindlichen Bela Lugosi den Oscar für die beste Nebenrolle erhielt, hat „Ed Wood“ zudem eines der besten Leinwand-Duos der modernen Filmgeschichte zu bieten.

In welcher Reihenfolge man es macht, spielt letztlich keine Rolle. Ob man erst Tim Burtons Huldigung an den schlechtesten Regisseur aller Zeiten anschaut und dann mit „Plan 9 from outer Space“ Woods populärsten Film erkundet oder umgekehrt – beides macht Sinn und bringt dem interessierten Cineasten eine – äh – Solarbombe voll Spaß.


Daten:

USA 1994, 121 Minuten, FSK: 12
Regie: Tim Burton
Genre: Biographie | Komödie | Drama
Darsteller: Johnny Depp, Martin Landau, Patricia Arquette, uvm.


Für Fans von:

Milk, Alles ist erleuchtet, Big Fish


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,0 von 10
moviepilot.de: 7,9 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Wenn man eine Vision hat, dann muss man für sie Kämpfen. Wer will schon sein Leben lang Träume anderer verwirklichen!?“

„Um ein Mädchen rumzukriegen gibt es nichts besseres als als sie ins Kino einzuladen und Dracula zu sehn.“

„Du sollst der Herrscher der Galaxis sein und kein Radio.“



Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei den BAFTA Awards
  • Zwei Academy Awards



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Weitere Filme von Tim Burton (Auszug):

1990: Edward mit den Scherenhänden
1992: Batmans Rückkehr
1996: Mars Attacks!
1999: Sleepy Hollow
2003: Big Fish
2005: Charlie und die Schokoladenfabrik
2007: Sweeney Todd
2010: Alice im Wunderland


Weitere Filme mit: