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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,79 von 10 (107x bewertet)
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Der kaum volljährige Eddie Adams (Mark Wahlberg) steht als Schul-Versager vor einer ungewissen Zukunft. Erst als ihn Porno-Produzent Jack Horner (Burt Reynolds) in den 1970ern unter seine Fittiche nimmt, gerät der gut bestückte Eddie auf den Pfad des Erfolges. Horner macht aus ihm nämlich unter dem Pseudonym Dirk Diggler einen Star. Doch mit wachsendem Erfolg mehren sich die Probleme. Adams wird drogenabhängig und droht bald, seinen Status als Aushängeschild der Porno-Industrie zu verlieren. Als schließlich auch noch das neu aufkommende Video-Format den Markt übernimmt, steht Dirk Diggler vor dem Aus.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Ein Film über einen Pornodarsteller namens Dirk Diggler, der aufgrund seines besonderen „Talents“ goldene Zeiten erlebt, könnte fraglos eine infantile Komödie unterster Schublade sein. Ein Blick auf den Regisseur (Paul Thomas Anderson) und die partizipierenden Schauspieler (u. a. Julianne Moore, Don Cheadle, Philip Seymour Hoffman) dürfte allerdings schnell deutlich werden lassen, dass es sich bei „Boogie Nights“ keinesfalls um eine zotenreiche Blödelei, sondern um einen ernstzunehmenden Spielfilm handelt. Dank der Vielzahl skurriler Charaktere und der mehr als unterhaltsamen Einblicke in die zuweilen absurd anmutende Porno-Industrie der 70er Jahre ist Paul Thomas Andersons Film allerdings kein staubtrockenes Drama.

Der Aufstieg und Fall des Dirk Diggler mutet vielmehr wie ein leicht überzeichnetes (und letztlich fiktives) Biopic an, das sich, trotz aller Tragik, hin und wieder ein leichtes Augenzwinkern nicht verkneifen kann. Dabei findet der Film in jedem Moment die richtige Balance zwischen der Charakterisierung des Protagonisten und der Darstellung seines gewöhnungsbedürftigen Umfeldes. Zum Ende der ca. 150 Spielzeit dürften die meisten Zuschauer daher zum Schluss gelangen, dass der Film alles erzählt hat. Und das richtig gut.

Es soll ja nicht wenige Cineasten geben, die Mark Wahlberg eher in der Schublade der belanglosen Hollywood-Großverdiener sehen, als ihm die Fähigkeit großer dramatischer Ausdruckskraft zuzusprechen. Und selbst wenn man zugeben muss, dass Wahlberg vielleicht nicht der neue Robert De Niro oder Al Pacino wird, so ist „Boogie Nights“ doch der eindeutige Beweis, dass der ehemalige Marky Mark etwas auf der schauspielerischen Pfanne hat – oder zumindest hatte.


Daten:

USA 1997, 149 Minuten, FSK: 16
Regie: Paul Thomas Anderson
Genre: Drama
Darsteller: Mark Wahlberg, Burt Reynolds, Julianne Moore, uvm.


Für Fans von:

Studio 54, Pornorama, The Big Lebowski


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,9 von 10
moviepilot.de: 8,1 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Ich glaub unter deiner Jeans wartet etwas darauf, ganz groß rauszukommen.“

„Sind die Schuhe aus Kroko? – Nein, aus Italien.“

„Jeder Mensch ist mit etwas Besonderem gesegnet!“



Auszeichnungen:

  • Drei Nominierungen bei den Oscars 1998



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Paul Thomas Anderson:

1996: Last Exit Reno
1999: Magnolia
2002: Punch-Drunk Love
2007: There Will Be Blood