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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,40 von 10 (202x bewertet)
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Brendan Frye (Joseph Gordon-Levitt) ist an seiner High School ein Einzelgänger. Als er einen mysteriösen Anruf von seiner Ex-Freundin Emily erhält und bald darauf ihre Leiche findet, macht sich Brendan daran, den Täter auf eigene Faust aufzuspüren. Er beseitigt die Leiche und begibt sich in die Untiefen der Drogenszene, in der er erste Hinweise auf den Mörder zu finden glaubt. Er gerät an Drogenboss „The Pin“ (Lukas Haas), den Brendan für den Schuldigen hält. Doch der Fall ist sehr viel komplexer als gedacht.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Was haben Teeniefilme und Film noirs gemeinsam? Richtig, überhaupt nichts. „Brick“ ist aber dennoch beides. Denn mit High-School-Setting und Schüler-Cast hätte sich Rian Johnsons Regie-Debüt durchaus in die lange Riege bedeutungsloser Teeniefilme einreihen können, in denen die Hormone sprießen und die Streber am Ende gewinnen. Doch „Brick“ ist vielmehr eine Film noir-Detektivgeschichte, die mit allen Kniffen eines Hairdboiled-Krimis operiert und wie selbstverständlich in den High-School-Alltag transportiert wird. Das ist neu, cool und funktioniert.

Dass dafür neben einem ausgefeilten Drehbuch vor allem Jung-Schauspieler Joseph Gorden-Levitt verantwortlich ist, überrascht kaum. Gorden-Levitt bewies nämlich bereits in gleichermaßen sehenswerten und fordernden Independent-Produktionen wie „Mysterious Skin“, dass er allein einen Film schultern kann. Somit ist „Brick“ zu den interessantesten Filmen des neuen Jahrtausends zu zählen. Fern ab von Hollywood-Konventionen besticht der Film durch originelle Einfälle und verwöhnt den kundigen Cineasten mit Anspielungen auf die „Schwarze Serie“ der 40er Jahre.

„Brick“ ist Kino, wie man es sich als interessierter Film-Fan wünscht: experimentierfreudig, unangepasst und frei von jeglichen Selbstzweifeln. Dass der Film daher nicht für ein breites Publikum geeignet ist, erklärt sich von selbst. Dass hingegen die meisten ambitionierten Zuschauer die Qualität des einzigartigen Werkes zu schätzen wissen, sollte Beifall genug sein. Wer sich einen interessanten Filmabend bereiten will, kann folglich getrost zu „Brick“ greifen. Und um den Gordon-Levitt-Abend zu vervollständigen, sei darüber hinaus „Die Regeln der Gewalt“ von 2007 empfohlen. Cineasten-Herz, was willst du mehr?


Daten:

USA 2005, 110 Minuten, FSK: 12
Regie: Rian Johnson
Genre: Krimi | Drama | Mystery
Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Lukas Haas, Nora Zehetner, uvm.


Für Fans von:

Shutter Island, Donnie Darko, Butterfly Effect


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,5 von 10
moviepilot.de: 7,1 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Auszeichnungen:

  • 2005: Special Jury Prize des Sundance Film Festivals
  • 2006: Fresh Blood Award des Fantasy Filmfest
  • 2006: COFCA Award für das beste Drehbuch
  • 2006: SFFCC Award des San Francisco Film Critics Circle
  • 2006: Citizen Kane Award des Catalonian International Film Festival
  • 2007: Austin Film Critics Award für den besten Erstfilm



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Weitere Filme von Rian Johnson:

2008: Brothers Bloom