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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,19 von 10 (64x bewertet)
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Michael Peterson (Tom Hardy) wächst in einem behüteten Elternhaus auf, wird allerdings bereits als Jugendlicher auffällig, da er sein Temperament nicht unter Kontrolle hat. Nach seinem Schulabschluss trifft er auf Irene (Kelly Adams) und verliebt sich in sie. Nach der Geburt des gemeinsames Kindes fühlt sich Michael deprimiert und überfällt das hiesige Postamt. In der Folge landet er im Gefängnis, wo er unter seinem Kampfnamen „Charles Bronson“ bald zur Berühmtheit reift. Schließlich hat er es sich zur Aufgabe gemacht, jedem mit Fäusten zu begegnen, der ihm auf die Pelle rückt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Äh, Charles Bronson? Um möglichen Missverständnissen gleich zu Beginn vorzubeugen: Nicolas Winding Refns Film hat im Grunde nichts mit dem legendären US-Schauspieler zu tun. Abgesehen von der Vorliebe von „handfesten Augeindersetzungen“ natürlich. Denn so wie Charles Bronson (der Schauspieler) in seinen Filmen gerne einmal ordentlich zugelangt hat, nimmt Charles Bronson (der Häftling) gerne einmal die Fäuste in die Hand (höhö), um für reinen Tisch zu sorgen. Dabei bedient sich Refn erfrischend offenkundig bei Außenseiter-Absurditäten wie „Chopper“ und scheut sich nicht davor, seinem Film eine leicht trashige Note zu verleihen. Schließlich funktioniert „Bronson“ in erster Linie als nicht ganz ernst gemeintes Biopic einer absurden Persönlichkeit, die sich im Lauf des Films zunehmend als bloße Projektion des Zuschauers definiert.

Stylish fährt Refn dabei aus der „Pusher“-Trilogie bekannte schwere Geschütze auf, die spätestens seit „Drive“ so etwas wie ein Trademark des dänisches Regisseurs darstellen. Steril aufbereitete Bilder in Kombination mit expliziter Gewaltdarstellung gehören hierbei genauso zum guten Ton wie überraschend hintersinnige Empfindlichkeiten des ungemein klug konzipierten Drehbuches. Trotz aller primitiven Gewalt-Anwandlungen des Protagonisten und des insgesamt durchaus reduzierten Handlungsbogens, bleibt „Bronson“ nämlich als Filmerlebnis im Gedächtnis, das zu den wichtigeren des 21. Jahrhunderts zählt. Wir können es daher nur allen Cineasten empfehlen, sich Charles Bronson in Form von Nicolas Winding Renfs Biopic zu nähern.


Daten:

UK 2008, 92 Minuten, FSK: 16
Regie: Nicolas Winding Refn
Genre: Aktion | Biographie | Krimi | Drama
Darsteller: Tom Hardy, Matt King, James Lance, uvm.


Für Fans von:

Pusher, Public Enemies


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,1 von 10
moviepilot.de: 6,2 von 10
Filmstarts.de: 3,5 von 5


Filmzitate:

„Auf meinen Arsch, nicht in meinen Arsch!“

„Ich bin Charlie Bronson, Englands gefährlichster Häftling!“



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Weitere Filme von Nicolas Winding Refn:

1996: Pusher
1999: Bleeder
2003: Fear X
2004: Pusher II
2005: Pusher 3
2007: Agatha Christie Marple: Nemesis
2009: Walhalla Rising
2011: Drive
2013: Only God Forgives