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Aussteiger Ben (Viggo Mortensen) lebt mit seiner Familie in den Wäldern des US-amerikanischen Nordwestens und versucht, seine sechs Kinder naturverbunden und ohne Vorurteile zu erziehen. Als seine psychisch kranke Frau Leslie Selbstmord begeht, lässt ihr Vater die sterblichen Überreste nach New Mexico in ihren Heimatort überführen und will sie dort in einem Sarg beerdigen lassen. Doch da Leslie in ihrem letzten Willen festgelegt hat, eingeäschert werden zu wollen, macht sich Ben mit seinen Kindern auf den Weg, um die Beerdigung zu verhindern. Dabei kommen sie unweigerlich mit der Zivilisation in Berührung und erfahren die Tücken des modernen Lebens am eigenen Leibe.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Stellt sich die Frage, ob „Captain Fantastic“ allein als eine mit situationskomischen Einschüben gespickte Tragikomödie funktioniert oder doch eher als unterhaltsam verpackte Gesellschaftskritik verstanden werden muss, dann lautet die eindeutige Antwort: Beides! Regisseur Matt Ross gelingt nämlich das Kunststück, absurd-komische Szenen à la „Meine Braut, ihr Vater und ich“ neben gesellschaftsrelevanten Fragestellungen nicht unangebracht wirken zu lassen. Dabei erinnert der Film in seiner lakonischen Inszenierung in nicht wenigen Momenten an „Little Miss Sunshine“ und bewegt sich damit zwangsläufig auf höchstem Hollywood-Niveau.

Neben den erfrischend agierenden Jungschauspielern kann zudem Viggo Mortensen zu alten Qualitäten zurückfinden und bietet eine der eindringlichsten Vorstellungen seiner gesamten Karriere. Dass das Drehbuch hin und wieder über das Ziel hinausschießt und der Konflikt zwischen Aussteigerfamilie und „normaler“ Zivilisation letztlich zu schematisch bleibt, fällt aufgrund des rasanten Erzähltempos nicht weiter ins Gewicht. Insgesamt ist „Captain Fantastic“ für Cineasten also ein echter Volltreffer und gehört zu den Filmperlen des Jahres 2016. Wir sagen: Fans von Filmen wie „Little Miss Sunshine“ können getrost zugreifen!

Interessant: Matt Ross ist bis hierhin vor allem als Schauspieler in Erscheinung getreten. Mit „12 Monkeys“, „American Psycho“, „Aviator“ und „Good Night, and Good Luck“ hat er durchaus einige Schwergewichte in seiner Filmographie vorzuweisen.



Daten:

USA 2016, 120 Minuten, FSK: 12
Regie: Matt Ross
Genre: Tragikomödie | Drama
Darsteller: Viggo Mortensen, George MacKay, Samantha Isler, uvm.


Für Fans von:

Little Miss Sunshine, About Schmidt, Broken Flowers


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.9 von 10
moviepilot.de: 7.6 von 10
Filmstarts.de: 3.9 von 5


Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei dem British Academy Film Awards.
  • Eine Nominierung bei den Golden Globes.
  • Eine Auszeichnungen bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes.



Weitere Filme von Matt Ross:

1997: The Language of Love (Kurzfilm)
2009: Human Resources (Kurzfilm)
2012: 28 Hotel Rooms