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Buchhalter Sam „Ace“ Rothstein (Robert De Niro) wittert im Las Vegas der 1970er Jahre das große Geschäft. Er steigt ins Casino-Business ein und wird unversehens zum Geschäftsführer des Tangiers-Casinos – unter Leitung der Mafia. Der cholerische Nicky (Joe Pesci) steht Ace uneingeschränkt zur Verfügung und räumt mit blutiger Gründlichkeit alles aus der Bahn, was sich dem Erfolg in den Weg stellt. Erst als Ace die attraktive Ginger (Sharone Stone) kennen lernt, wendet sich das Blatt. Ace und Nicky verlieren zusehends die Kontrolle über das Geschäft und taumeln dem unvermeidlichen Abgrund entgegen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Auch wenn natürlich das Setting ein anderes ist, könnte man leicht zur Überzeugung geraten, „Casino“ sei „Good Fellas“ – nur ohne Ray Liotta. Aber dass sich Scorseses Mafia-Epen in Sachen Dramaturgie, Schauspieler und Musik einander sehr ähnlich sind, muss nicht unbedingt etwas Schlechtes bedeuten und bedeutet es auch nicht. „Casino“ mutet nämlich wie der etwas erwachsenere Bruder seines inoffiziellen Vorgängers von 1990 an und besticht vor allem durch einen eleganteren Stil und authentisches Las Vegas-Flair à la Martin Scorsese. Hier wird besonderer Wert auf die Atmosphäre gelegt und sich die Zeit genommen, die Umstände und Zustände auszubreiten, in denen Ace und Nicky zu großen Fischen im Mafia-Teich werden und letztendlich an Machtgier und Misstrauen scheitern. Beinahe in sturer Eleganz verfolgt Scorsese seine Protagonisten bei der Arbeit und offenbart damit in grandioser Art und Weise die ganze Wahrheit hinter dem Erfolg der Gangster. Dass De Niro und Pesci als eingespieltes Mafia-Traumduo auch in „Casino“ funktionieren, ist nicht nur reine Formsache, sondern für jeden Cineasten ein wahres Vergnügen, da das Milieu der Mafia eben das ist, in dem beide Schauspieler gewissermaßen zu Hause sind.

Betrachtet man es nüchtern, ist „Casino“ zwar nur eine weitere Geschichte, die den Aufstieg und Fall ihrer Protagonisten im Mafia-Milieu nachzeichnet, allerdings bedeutet diese Geschichte für nicht wenige eben DEN Scorsese-Film schlechthin. Denn stilbewusster war Scorsese bis hierhin noch nie und wird es wohl auch zukünftig nicht mehr werden.


Daten:

USA, Frankreich 1995, 178 Minuten, FSK: 16
Regie: Martin Scorsese
Genre: Krimi – Drama
Darsteller: Robert De Niro, Sharon Stone, Joe Pesci, James Woods, uvm.


Für Fans von:

Der Pate, Good Fellas, Scarface


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,1 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 7,9 von 10


Auszeichnungen:

  • Oscar 2006 in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin (Sharon Stone)
  • Golden Globe 1996: Beste Hauptdarstellerin – Drama (Sharon Stone) und nominiert für die beste Regie (Martin Scorsese)
  • MTV Movie Awards 1996: Nominiert in den Kategorien: Beste Darstellerin (Sharon Stone) und Bester Bösewicht (Joe Pesci)



Zitate:

„Nachts beim Spiel sieht man die Wüste nicht, die Las Vegas umgibt, aber es ist die Wüste, in der viele Probleme der Stadt gelöst werden.“

„Die Hauptregel im Casino lautet: Veranlasse sie zu spielen, und sorge dafür, daß sie wiederkommen. Je länger sie spielen, desto mehr verlieren sie. Am Ende kriegen wir Alles.“

„Ab jetzt kommt die gleiche Menge Blaubeeren in jedes Muffin.“



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Weitere Filme von Martin Scorsese (Auszug):

1990 Good Fellas
2002 Gangs of New York
2004 Aviator
2006 Departed – Unter Feinden
2010 Shutter Island
2011 Hugo Cabret


Weitere Filme mit: