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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,32 von 10 (120x bewertet)
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Chiko (Denis Moschitto) und sein Kumpel Tibet (Volkan Özcan) träumen von der großen Gangster-Karriere, können sich mit kleinkriminellen Machenschaften allerdings gerade so über Wasser halten. Schließlich geraten sie an Drogen-Boss Brownie (Moritz Bleibtreu), der beiden die Chance gibt, ins Drogen-Milieu einzusteigen. Während Chiko seine Chance nutzt und sich einen Namen machen kann, versucht Tibet, sein eigenes Geschäft aufzuziehen und fällt bei Brownie in Ungnade. Bald gerät Chiko zwischen die Fronten und muss sich entscheiden: Für sein neues Leben oder die alte Freundschaft.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Tatsächlich ernst gemeinte Gangsterfilme aus deutschen Landen stehen nicht gerade im Ruf, besondere Glaubwürdigkeit auszustrahlen. Zu oft scheint es nämlich danach, als stehe etwa ein Martin Scorsese Pate und letztlich im kreativen Weg. Filme wie „Mean Streets“ oder „Casino“ zu verehren, ist schließlich kein Freibrief für den Dreh eines eigenen ansehnlichen Gangsterfilms. Im Falle von „Chiko“ ist derlei Kritik allerdings gänzlich an der falschen Adresse. Özgür Yildirim durchaus eher düsterer Gangsterfilm geht nämlich von der ersten Minute an seinen ganz eigenen Weg und beeindruckt durch die gelungene Mischung aus „Hamburger Schule“-Atmosphäre und wohldosierten Scorsese-Anleihen.

Dabei liefern die Hauptdarsteller Moschitto, Özcan und Bleibtreu absolute Glanzleistungen ab und dürften in den besten Momenten selbst bei abgeklärten Cineasten für staunende Gesichter sorgen. Insbesondere bleibt die Spielfreude von Moritz Bleibtreu in Erinnerung, der den lakonisch-perfiden Gangster-Boss mit letzter Hingabe mimt und dem Film einen Wiedererkennungswert verleiht, der modernen deutschen Filmen eher seltener eigen ist. Wir können „Chiko“ daher allen Cineasten empfehlen, die an intensiven Gangsterfilmen Gefallen finden und abseits von Scorsese und Co. auch kleineren Produktionen eine in diesem Falle mehr als verdiente Chance geben wollen.

An der Seite von Förderer Fatih Akin wurde Regisseur Özgür Yildirims Ende des vergangenen Jahrzehnts eine goldene Zukunft als einer der wichtigsten neuen Filmemacher Deutschlands prophezeit. Wie es um die Einschätzung von Yildirim Karriere nach seinem zweiten Film „Blutzbrüdaz“ steht, bleibt jedem Cineasten selbst überlassen.


Daten:

Deutschland, Italien 2008, 92 Minuten, FSK: 16
Regie: Özgür Yildirim
Genre: Krimi | Drama
Darsteller: Denis Moschitto, Moritz Bleibtreu, Volkan Özcan, uvm.


Für Fans von:

Blutzbrüdaz, Kurz und schmerzlos, Basta – Rotwein oder Totsein


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 6,8 von 10
moviepilot.de: 7,1 von 10
Filmstarts.de: 2,0 von 5


Filmzitate:

„Ein Mann ist ein Mann wenn er nen Schuß überleben kann!“

„Ey was lachst Du eigentlich, Alter? Der disst Dich grade derbe ab. Merkste nicht, oder?“

„Ich habe nicht schiss etwas zu bereuhen, ich bereuhe es schiss zu haben!“



Auszeichnungen:

  • Preis für das Beste Drehbuch bei dem Deutschen Filmpreis 2009
  • Preis für das Beste Drehbuch bei den Nordischen Filmtagen 2008
  • Preis für den Besten Hauptdarsteller auf dem 13. Filmfestival Türkei/Deutschland 2008



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Weitere Filme von Özgür Yildirim:

2011: Blutzbrüdaz
2013: Feuerteufel