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Bad Blake (Jeff Bridges) ist ein abgehalfterter, alkoholsüchtiger Country-Sänger, der sich mit schlecht besuchten Auftritten gerade so über Wasser halten kann. Nach einem Gig trifft er auf Journalistin Jean (Maggie Gyllenhaal), die ein Interview mit ihm führen will. In der Folge kommen sich beide näher und beginnen eine Affäre. Blakes Plattenfirma veranlasst indes, dass Blake als Vorband seines ehemaligen Schützlings Tommy Sweet (Colin Farrell) auftreten soll. Gemeinsam mit Sweet steht Blake so wieder vor einem großen Publikum auf der Bühne. Doch Blakes Lebenswandel hinterlässt bald seine Spuren.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Jeff Bridges erhielt 2010 für seine Rolle als heruntergekommener Country-Sänger den Oscar als bester Hauptdarsteller und krönte damit seine bisher durchaus beeindruckende Karriere. Und im Gegensatz zu manch anderem Ausgezeichneten erhielt Bridges die Trophäe für die richtige Rolle. „Crazy Heart“ lebt nämlich von der grandiosen Performance Bridges’, durch die der Film überhaupt erst zum Leben erweckt wird. Zwar ist die Rolle des trunksüchtigen und raubeinigen Ex-Genies Bad Blake für einen gestandenen Hollywood-Schauspieler eine durchaus dankbare Angelegenheit, allerdings vollbringt Bridges das Kunststück, seiner Figur das gewisse Etwas zu verleihen, was den Film in letzter Konsequenz zu einem wirklichen Highlight werden lässt.

Dabei stehen vor allem die tragikomischen Züge Blakes im Vordergrund, welche die eher schwermütige Inszenierung entkrampfen und in den richtigen Momenten für zuweilen absurd-heitere Momente sorgen. „Crazy Heart“ funktioniert daher auch eher als typischer Hollywood-Film, in dem es um eine verlotterte aber niemals tatsächlich verzweifelte Figur geht. Die wahren Abgründe des Bad Blake bleiben hingegen im Verborgenen. Letzten Endes handelt es sich bei „Crazy Heart“ nämlich immer noch um halbwegs mainstreamige Hollywood-Produktion, die in ihrer Inszenierung wenige Überraschungen bietet.

„Crazy Heart“ ist ein ungemein unterhaltsamer Film, der mit seinem verschrobenen, aber immer liebenswürdigen Protagonisten punkten kann. Der Film sei daher jedem Cineasten empfohlen, der etwas mit Musiker-Biopics anfangen kann und der sich darüber hinaus nicht vom entsprechenden Anteil von Country-Songs abschrecken lässt.


Daten:

USA 2009, 112 Minuten, FSK: 6
Regie: Scott Cooper
Genre: Drama | Musik | Romanze
Darsteller: Jeff Bridges, Colin Farrell, Maggie Gyllenhaal, uvm.


Für Fans von:

Walk the Line, I’m Not There, High Fidelity


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.3 von 10
moviepilot.de: 7,0 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Wie ist ihr richtiger Name? Mein richtiger Name wird auf meinem Grabstein stehen. Bis es soweit ist sagen sie einfach Bad.“

„Wie wärs, wenn du mal ein Paar Songs schreibst anstatt dich volllaufen zu lassen.“

„Und woher kommen diese ganzen Songs? Leider mitten aus dem Leben.“

„Sie dürfen hier umsonst bowlen solange sie wollen.“



Auszeichnungen:

  • 2010: Golden Globe Awards in den Kategorie Bester Hauptdarsteller und Bester Filmsong
  • 2010: Oscars in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und Bester Song



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