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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 6,85 von 10 (40x bewertet)
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Einwanderin Selma (Musikerin Björk) arbeitet unter schwierigen Bedingungen in einer Fabrik, um ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Da sie droht, aufgrund einer Augenkrankheit in Kürze zu erblinden, bleibt ihr nicht mehr viel Zeit, das nötige Geld für die Operation ihres Sohnes, der unter der gleichen Krankheit leidet, aufzutreiben. Einzig Nachbar Bill (David Morse) vertraut sie ihr schweres Schicksal an und hofft, einen guten Freund gefunden zu haben. Doch schon bald ist ihr Erspartes verschwunden und die Tragödie nimmt ihren Lauf.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Unter all den polarisierenden Filmen, die Regisseur Lars von Trier bis hierhin fabriziert hat, nimmt „Dancer in the Dark“ fraglos eine ganz besondere Stellung ein. Das Drama stößt den gemeinen Film-Fan nämlich weder mit expliziten Gewalt- oder Sexsequenzen vor den Kopf, noch berechen sich apokalyptische Weltuntergangsfantasien Bahn. Vielmehr steht mit Sängerin Björk die Hauptdarstellerin selbst im Fokus der polarisierenden Betrachtung. Schließlich ist die überartifizielle Pop-Musik-Interpretation der skandinavischen Künstlerin nicht jedermanns Sache. Dabei ist es zwangsläufig, dass mögliche Abneigungen (oder auch Sympathien) unmittelbar auf „Dancer in the Dark“ übertragen werden – von Lars von Trier natürlich im Vorfeld der Produktion nicht übersehen.

Eingefleischten Björk-Fans den Film zu empfehlen, wird somit hinfällig. Vielmehr steht also die Frage im Raum, ob auch Björk-Verächter mit dem Mutter-Sohn-Drama auf ihre Kosten kommen können. Und die einfache Antwort hierauf lautet: Ja, können sie. Denn unabhängig vom eingestreuten Geträller im Musical-Stil bietet „Dancer in the Dark“ eine zutiefst mitreißende Geschichte, die sich nahtlos in Lars von Triers zuweilen verstörende „Golden Heart“-Trilogie einfügt. Dabei überzeugt nicht zuletzt Björks schauspielerische Leistung selbst und steht gemeinsam mit dem hintersinnig konzipierten Drehbuch im Zentrum der Qualitäten. Wir können daher nur jedem Cineasten empfehlen, der ansonsten nicht so viel mit Björk anfangen kann, dem Film eine echte Chance zu geben. Objektiv gesehen, gehört „Dancer in the Dark“ schließlich bis hierhin zu den sehenswerten Filmen von Lars von Trier. Und das soll schon etwas heißen. Trotz Björk.


Daten:

DK/DE/NL/USA/UK 2000, 140 Minuten, FSK: 12
Regie: Lars von Trier
Genre: Action | Drama | Geschichte | Krieg
Darsteller: Björk, Catherine Deneuve, Peter Stormare, uvm.


Für Fans von:

Ray, Der Solist, Dogville


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,0 von 10
moviepilot.de: 7,3 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Auszeichnungen:

  • Goldene Palme bei den Internatinalen Filmfestspielen von Cannes 2000
  • Zwei Auszeichnungen bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2001
  • Eine Auszeichnung bei den Independent Spirit Awards



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Weitere Filme von Lars von Trier (Auszug):

2003: Dogville
2005: Manderlay
2009: Antichrist
2011: Melancholia
2013: Nymph()maniac