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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,08 von 10 (475x bewertet)
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1941. Das U-Boot U 96 wird damit beauftragt, britische Handelschiffe anzugreifen. Unter Führung des „Alten“ (Jürgen Prochnow) begibt sich die Crew samt Kriegsberichterstatter Werner (Herbert Grönemeyer) in feindliche Gewässer. Nach erfolgreichen Gefechten bekommt U 96 den Auftrag, Kurs auf La Spezia zu nehmen. Um dorthin gelangen zu können, muss die stark bewachte Meeresenge von Gibraltar durchfahren werden. U 96 schafft es nicht, unbemerkt durch die Meeresenge zu gelangen und wird beinahe versenkt. Letztendlich gelingt die Flucht in den Hafen von La Rochelle – die Männer wähnen sich in Sicherheit.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Wolfgang Petersens „Das Boot“ ist bis heute der im Ausland wohl bekannteste deutsche Film und hat Werken wie etwa Werner Herzogs „Fitzcarraldo“ etwas Wichtiges voraus, um z. B. in Hollywood auf sich aufmerksam machen zu können: Mainstream-Kompatibilität. Denn obwohl sich der Großteil der Handlung im Inneren des U-Boots abspielt und daher kammerspielähnliche Züge trägt, gelingt es dem Film, die Balance zwischen anspruchsvollem Kino und spannungsgeladenem Action-Film zu halten. Neben einem Jürgen Prochnow, der mit der Figur des knochigen „Alten“ zweifelsfrei die beste Leistung seiner von B-Filmen geprägten Karriere abliefert, überzeugt vor allem Herbert Grönemeyer, an dem im Laufe der Jahre ein vielversprechender Schauspieler verloren gegangen ist. Eigentlicher Hauptdarsteller ist allerdings das U-Boot selbst, das im Laufe des Films schrottreif geschossen wird, sich aber bis zum bitteren Ende den Natur- und Waffengewalten entgegenstemmt – grandios in Szene gesetzt von einem damals noch ernstzunehmenden, aufstrebenden Regisseur.

Abgesehen davon, dass in „Das Boot“ eine Vielzahl von Schauspielern zu finden ist, die in der Folge den wenn auch in nicht wenigen Beispielen nur vorläufigen Durchbruch schaffen sollten, ist der Film im Vergleich mit anderen U-Boot-Filmen zweifellos das Maß aller Dinge. Angesichts der filmhistorischen Bedeutung versteht es sich daher von selbst, dass der Film zu jenen Werken gehört, die man als Cineast gesehen haben muss, um sich als solcher bezeichnen zu dürfen.


Daten:

Deutschland 1981, 199 Minuten, FSK: 12
Regie: Wolfgang Petersen
Genre: Action | Drama | Geschichte | Krieg
Darsteller: Jürgen Prochnow, Erwin Leder, Herbert Grönemeyer, uvm.


Für Fans von:

Die Brücke, Jagd auf Roter Oktober, Der Schmale Grat


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8.4 von 10
moviepilot.de: 7,3 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Die Südfrüchte runter vom Kartentisch.Auf Bananen kann ich nicht navigieren.“

„Das muss das Boot abkönnen.“

„Die meisten Kojen werden von 2 Mann benutzt. Genau im Rhythmus der Wachen. Das heisst, wenn einer abgelöst wird, dann legt er sich in den Mief des anderen.“

„Der ist so verkrampft, der kann mit seinen Arschbacken Nüsse knacken.“



Auszeichnungen:

  • 1981: Bayerischer Filmpreis
  • 1982: Deutscher Filmpreis
  • 1982: Goldene Leinwand
  • 1983: Nominiert für 6 Oscars u.a. in den Kategorien Beste Regie und Beste Kamera



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Weitere Filme von Wolfgang Petersen (Auszug):

1993: In the Line of Fire
1995: Outbreak – Lautlose Killer
1997: Air Force One
2000: Der Sturm
2004: Troja
2006: Poseidon