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Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) wird beauftragt, das Leben des Künstlerpaares Georg Dreyman und Christa-Maria Sieland auszuspionieren, um herauszufinden wie es um die politische Loyalität Dreymans steht. Wiesler, anfänglich ein unkritischer Befürworter des Systems, kommen jedoch mit der Zeit immer mehr Zweifel an seiner eigenen Linientreue – nicht zuletzt da sich sein Auftrag mehr als persönliche Willkür seines Vorgesetzten Grubitz (Ulrich Tukur) herausstellt, als vermeintlich politisch motivierte Notwendigkeit zu sein.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Man stelle sich einmal vor, man sei ein deutscher unbekannter Regisseur, der so richtig groß rauskommen will. Und eigentlich hat man soweit alles zusammen: Geld, Zeit und einen Namen, den man nicht so schnell vergisst, hat man ihn erst einmal auswendig gelernt. Jetzt braucht es nur noch ein Thema. Vielleicht etwas über Tiere? Oder etwas über Opern im tiefsten Urwald? Das gefällt aber bestimmt nicht so – dann jedoch erinnert man sich: Zeitgeschichte! Deutsche Zeitgeschichte! Das hat schon immer funktioniert. Und zum Glück ist die Auswahl gar nicht so groß. Nazis, 68er oder DDR. Ene, Mene, Muh.

Dass der – leidlich – sympathische Florian Henckel von Donnersmarck einen der – zu Recht – meist beachteten deutschen Filme der Neuzeit gedreht hat, gehört wohl zu den Ungerechtigkeiten dieses Lebens, und dass der nicht nur in diesem Film großartige Ulrich Mühe nur kurze Zeit nach der Oscarprämierung an Magenkrebs sterben musste wohl ebenso. Die oftmals angebrachte Kritik, der Film entwickle sich zu langsam, ist im übrigen natürlich unangebracht, schließlich kann es nur authentisch sein, wenn der Protagonist erst allmählich ins Zweifeln über die Umstände seines Daseins gerät.
Was bleibt, ist ein Film, der sich neben „Das Boot“, „Der Untergang“ und „Sophie Scholl“ in die Riege der auch im Ausland gefeierten deutschen Zeitgeschichtsfilme einreiht, ohne den eine Filmsammlung nichts wert sein kann.


Daten:

Deutschland 2006, 137 Minuten, FSK: 12
Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Genre: Drama
Darsteller: Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck, uvm.


Für Fans von:

Boxhagener Platz, Der Rote Kakadu, Das Leben ist schön


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,5 von 10
moviepilot.de: 7,5 von 10
Filmstarts.de: 4 von 10


Filmzitate:

„Kennen wir uns?“ – „Sie kennen mich nicht, aber ich kenne Sie.“

„Sie kennt keinen Blutrausch, sie kennt keine Leidenschaft, sie kennt nur das Sterben. Das Sterben der Hoffnung“

„Da ist Glas zwischen uns!“



Auszeichnungen:

  • Deutscher Filmpreis 2006 in den Kategorien Bester Spielfilm
  • Bayerischer Filmpreis 2006 für den Besten Hauptdarsteller
  • Goldene Henne 2006
  • Gilde-Filmpreis in Gold 2006: Bester deutscher Film
  • Viele weitere Auszeichnungen im Ausland



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Weitere Filme von Florian Henckel von Donnersmarck:

1997 Mitternacht
1998 Das Datum
1999 Dobermann
2002 Der Templer
2003 Großstadt Schocker