nVhevpT7Sxk
Bewerte diesen Film
schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,40 von 10 (451x bewertet)
Loading...

Philosophieprofessor und Todesstrafengegner David Gale (Kevin Spacey) wird von einer Studentin beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Er verliert daraufhin seinen Job, seine Frau und seinen Einfluss bei „Death Watch“, einer Organisation, die gegen die Todesstrafe demonstriert. Als seine Kollegin Harraway (Laura Linney) vergewaltigt und ermordet aufgefunden wird, gerät Gale unter Verdacht und wird schließlich zum Tode verurteilt. Wenige Tage vor seiner Hinrichtung wird er von Bitsey Bloom (Kate Winslet) interviewt, die Zweifel an der Schuld Gales bekommt. Nach und nach enträtselt sie den tatsächlichen Tathergang.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Filme, die es sich zur Aufgabe machen, mit erhobenem Zeigefinger auf Missstände oder Ungerechtigkeiten hinzuweisen, haben es im Normalfall nicht besonders leicht. Denn schnell erleiden diese Projekte Schiffbruch, wenn arg zu moralinsauer aufgetragen wird. „Das Leben des David Gale“ geht sein Statement gegen die Todesstrafe hingegen von einer anderen Seite an. Anstatt hilfloser Plattitüden serviert Regisseur Alan Parker nämlich einen verzwickten Kriminalfall, der den Zuschauer bis zuletzt bei der Stange hält – und dennoch zum Nachdenken anregt. Denn obwohl die zu klärende Schuldfrage des David Gale im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, begeistern vor allem die kleinen Entdeckungen, die Bitsey Bloom im Zuge ihrer Ermittlungen macht und die sich erst am Ende des Films zu einem durchaus bemerkenswerten Ganzen fügen. Dabei überzeugt neben einem gewohnt grandios agierenden Kevin Spacey eine spielfreudig aufgelegte Kate Winslet, die ihrer Figur eine ungeahnte Authentizität verleiht.

„Das Leben des David Gale“ verbindet Inhalte aus einem Lehrstück mit gewöhnlichen Elementen eines Hollywood-Dramas und erhält so eine ganz besondere Note. Denn ohne sich dem Zuschauer aufzudrängen, wird eine protestlerische Intention vermittelt, die es wert ist, vermittelt zu werden. Dass der Zuschauer sich hingegen genauso allein auf die spannende Inszenierung konzentrieren kann, beweist die Qualität des Films von Alan Parker. Der Film sei daher wirklich jedem empfohlen – ob als Lehrstück oder spannender Kriminalfilm.


Daten:

USA, Deutschland 2003, 130 Minuten, FSK: 12
Regie: Alan Parker
Genre: Drama | Krimi | Thriller
Darsteller: Kevin Spacey, Kate Winslet, Laura Linney, uvm.


Für Fans von:

A Beautiful Mind, Das Versprechen, Die Verurteilten


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,3 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5
moviepilot.de: 6,0 von 10


Auszeichnungen:

  • Der Film war einer der Kandidaten für den Goldenen Bären auf der Berlinale 2003



Filmzitate:

„3 Interviews, für mehr bleibt keine Zeit. Am Freitag ist es aus mit ihm.“

„Ich bin nicht mehr David Gale, ich bin ein Mörder und Vergewaltiger, genau 4 Tage vor seiner Hinrichtung.“

„Keiner der durch dieses Glas sieht, sieht einen Menschen. Er sieht ein Verbrechen.“



Das Leben des David Gale bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Alan Parker (Auszug):

1987: Angel Heart
1988: Mississippi Burning
1996: Evita
1999: Die Asche meiner Mutter