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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,53 von 10 (638x bewertet)
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Guido (Roberto Benigni) umgarnt seinen Schwarm Dora (Nicoletta Braschi) mit dem ihm eigenen Humor und kann sie letztendlich für sich gewinnen. Mit ihrem gemeinsamen Sohn Giosué (Giorgio Cantarini) verbringen sie eine glückliche Zeit, bis sie von den Nazis in ein KZ deportiert werden. Fortan gaukelt Guido seinem Sohn vor, das KZ-Leben gehöre zu einem Spiel, dessen Regeln eingehalten werden müssen, um am Ende einen Panzer zu gewinnen. Bis zuletzt erhält Guido die Schweinwelt aufrecht, bis schließlich die unerbittliche Realität ihr grausames Opfer fordert.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

1999 erhielt „Das Leben ist schön“ von Roberto Benigni den Oscar für den besten fremdsprachigen Film und hat damit auf ewig seinen Platz in der Filmhistorie sicher. Dabei hätte es noch nicht einmal eine besondere Auszeichnung gebraucht, um auf die außerordentliche Qualität des Films aufmerksam zu machen. Benignis Holocaust-Drama nähert sich seinem Thema nämlich auf gänzlich verschiedene Weise als die Vielzahl vergleichbarer Filme. Mit schmerzlichem Humor, welcher der brutalen Wirklichkeit gegenübersteht, sorgt der Film in seinen besten Szenen für tragikomische Momente, die in ihrer Unwirklichkeit das Entsetzen am eindringlichsten widerspiegeln. Denn anstatt sich dem Lager-Alltag zu widmen, konzentriert sich der Film auf die liebevolle Beziehung zwischen Vater und Sohn, die in Zeiten des Wahnsinns eine eigenständige Welt bedeutet, in der genügend Platz für väterliche Wärme ist – selbst wenn sie auf einer (notwendigen) Lüge basiert.

„Das Leben ist schön“ ist ein modernes Meisterwerk, das sich Filmen wie „Schindlers Liste“ oder „Der Pianist“ insofern überlegen zeigt, als dass der Schrecken nicht als solcher gezeigt werden muss, um ihn offenbar werden zu lassen. Dabei spielt das gewohnt wenig zurückhaltende Spiel des Roberto Benigni eine entscheidende Rolle, da er seiner Figur eine unbändige Energie verleiht, die es braucht, um der unmenschlich gewordenen Umgebung zu begegnen. Wer auch nur etwas auf gewichtiges Kino gibt, steht geradewegs in der Pflicht, „Das Leben ist schön“ in seine Filmsammlung aufzunehmen.


Daten:

Italien 1997, 116 Minuten, FSK: 6
Regie: Roberto Benigni
Genre: Drama | Romanze | Krieg
Darsteller: Roberto Benigni, Nicoletta Braschi, Pietro De Silva, uvm.


Für Fans von:

Schindlers Liste, Der Pianist, Zug des Lebens


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,5 von 10
moviepilot.de: 6,9 von 10


Filmzitate:

„Bon jorno, geliebte Prinzessin!“

„Das Schweigen ist der lauteste Schrei.“

„Nichts ist notwendiger als das Überflüssige.“

„Sobald du meinen Namen sprichst, bin ich schon nicht mehr da.“



Auszeichnungen:

  • Ital. Filmpreis David di Donatello 1998 für den besten italienischen Film
  • Deutscher Filmpreis 1999 für den besten ausländischen Film
  • Französischer Filmpreis César 1999 für den besten ausländischen Film
  • Europäischer Filmpreis 1998 für den besten Film und den besten Hauptdarsteller
  • Publikumspreis des Warsaw Film Festival 1998



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Weitere Filme von Roberto Benigni (Auszug):

1990: Die Stimme des Mondes
1991: Zahnstocher Johnny
1994: Das Monster
2002: Pinocchio
2005: Der Tiger und der Schnee