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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,58 von 10 (125x bewertet)
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Matthew Poncelet (Sean Penn) sitzt aufgrund des Mordes an einem Liebespaar in der Todeszelle und wartet auf seine Hinrichtung. Um die Neubearbeitung seines Falles zu erwirken, wendet er sich an Nonne Helen Prejean (Susan Sarandon). Diese besucht ihn im Gefängnis und sucht sowohl die Familien der Opfer als auch das persönliche Umfeld Poncelets auf. Mit der Zeit baut Helen eine tiefgreifende Beziehung zu Matthew auf und versucht, die Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umwandeln zu lassen. Für Matthew indessen geht es darum, sich mit seiner Tat auseinanderzusetzen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Die Zutaten für einen Film über die Todesstrafe sind schnell bei der Hand. Man nehme einen zum Tode Verurteilten, eine Person, die sich seiner annimmt, und eine bewegende Rahmenhandlung. Gewürzt mit einigen Moralitäten, steht einem mitreißenden Filmerlebnis nichts mehr im Wege – eigentlich. Denn wohl nur die wenigsten Regisseure würden das Kunststück vollbringen, nach diesem Rezept einen ernstzunehmenden Film zu fabrizieren. Aufgrund des heiklen Themas genügt nämlich ein zu falscher Zeit beigemischter Tränenausbruch, um das Endprodukt in einem fragwürdigen Licht dastehen zu lassen. Tim Robbins’ „Dead Man Walking“ gehört zum Glück für alle Cineasten jedoch zu den gelungenen Vertretern des Genres.

Die differenzierte Auseinandersetzung mit dem Fall des Matthew Poncelet funktioniert in erster Linie aufgrund der zurückhaltenden Inszenierung. In konservativen Bildern erzählt der Film Clint-Eastwood-mäßig seine Geschichte, ohne arg zu dick aufzutragen. Dabei bleiben insbesondere Sean Penn und Susan Sarandon stets glaubwürdig und verleihen dem Film die nötige Eindringlichkeit. Dass sich gerade zum Filmende ein recht konstruiert wirkendes Absolutions-Schema einschleicht, muss und kann man als Cineast auf diesem Niveau leichthin verkraften.

Man mag von Sean Penn halten, was man will. Unstrittig bleibt allerdings, dass Penn in den vergangenen Jahrzehnten in regelmäßigen Abständen in den wichtigsten Hollywood-Produktionen mitgespielt hat. Dass sich „Dead Man Walking“ mit Leichtigkeit in diese Reihe fügt, soll ein allerletzter Hinweis für die weitreichende Bedeutsamkeit des Films sein.


Daten:

USA 1995, 122 Minuten, FSK: 12
Regie: Tim Robbins
Genre: Action | Drama | Geschichte | Krieg
Darsteller: Susan Sarandon, Sean Penn, Robert Prosky, uvm.


Für Fans von:

Das Leben des David Gale, The Green Mile


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,6 von 10
moviepilot.de: 7,7 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Ich hoffe die machen das Ding sauber bevor ich draufkomme.“

„Aber wieso besuchst du diese Mörder? Für die ist das Leben sowieso vorbei.“

„Wenn Sie ein Kind verlieren…ist es so als würden Sie alle Erinnerungen irgendwo verriegeln.“



Auszeichnungen:

  • 1996: Ausgezeichnet mit dem Oscar in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin
  • Ausgezeichnet beim Independent Spirit Awards 1996 in der Kategorie Bester Hauptdarsteller



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Weitere Filme von Tim Robbins:

1992: Bob Roberts
1999: Das schwankende Schiff