aQwVQzs9pHk
Bewerte diesen Film
schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,12 von 10 (427x bewertet)
Loading...

Die Welton Academy, ein erzkonservatives Jungen-Internat, ist landesweit für Disziplin, Traditionsbewusstsein und Gehorsamkeit bekannt. Doch als der unkonventionelle Englischlehrer John Keating (Robin Williams) an die Schule kommt, verändert er die Weltsicht seiner Schüler. Allen voran nimmt er den schüchternen Todd Anderson (Ethan Hawke) unter seine Fittiche und hilft ihm, sein Selbstbewusstsein zu stärken. Bald eröffnet Keating den Jungen die schier unerschöpfliche Welt der Poesie von Thoreau bis Whitman – bis schließlich die unerbittliche Realität des Internats ihren erbarmungslosen Tribut fordert.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

„Der Club der toten Dichter“ von Peter Weir („Die Truman Show“) steht zweifellos nicht außerhalb jeder Kritik. Den einen ist der Film zu rührselig, den anderen missfällt der erhobene Zeigefinger, mit dem der Film auf die Unverantwortlichkeit überstrenger Erziehung weist, die jede Selbstverantwortung des jungen Geistes im Keim erstickt. Dennoch gehört die Geschichte um den freigeistigen John Keating zu den großen Klassikern des ambitionierten amerikanischen Kinos und ist bis heute Bestandteil des Lehrplans an so mancher Schule. Und dabei wird gern vergessen, dass „Der Club der toten Dichter“ bei aller unzweideutiger Intention darüber hinaus für beste Unterhaltung sorgt.

Der Film bietet nämlich neben einer Portion feinsinnigen Humors mit Robin Williams und dem damaligen Jung-Star Ethan Hawkezwei grandios aufgelegte Schauspieler, die mit ihrem Spiel den Film erst zu dem werden lassen, was er letztendlich ist – ein Lehrstück mit besonderem Charme. Aber auch dramaturgisch beweist der Film seine Qualität. Ein plumpes Happy End bekommt der Zuschauer nämlich nicht zu sehen.

Wo auf hohem Niveau gehobelt wird, da fallen Späne. Und hin und wieder brennt sich so ein Span auf ewig in das Bewusstsein ein. Das Horaz-Zitat „Carpe diem“ nämlich wäre im heutigen Sprachgebrauch wohl eher eine Seltenheit, hätte es Keating im Film nicht als Leitspruch gedient. Dieses allein beweist bereits die Tragweite von „Der Club der toten Dichter“, an dem es für jeden Film-Interessieren keinen Weg vorbei gibt.


Daten:

USA 1989, 123 Minuten, FSK: 12
Regie: Peter Weir
Genre: Drama
Darsteller: Robin Williams, Ethan Hawke, Robert Sean Leonard, uvm.


Für Fans von:

Die Kinder des Monsieur Mathieu, Good Will Hunting, Die Klasse


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
moviepilot.de: 7,5 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Carpe diem! Nutze den Tag! Macht etwas Außergewöhnliches aus Eurem Leben, da es vergänglich ist“

„Dieses ist eine Schlacht, ein Krieg, und Sie könnten Herz und Seele verlieren.“

„Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohl überlegt leben. Intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht lebend war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hatte.“

„Poesie kann vieles beeinhalten, was uns die Augen öffnet.“



Auszeichnungen:

  • 1990: Oscar für das beste Originaldrehbuch
  • 1989: Political Film Society Award für Demokratie
  • 1990: David di Donatello Bester ausländischer Film
  • 1990: BAFTA-Film-Award in der Kategorie Bester Film
  • 1991: César Bester Film



Der Club der toten Dichter bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Peter Weir (Auszug):

1990: Green Card – Schein-Ehe mit Hindernissen
1993: Fearless – Jenseits der Angst
1998: Die Truman Show
2003: Master & Commander – Bis ans Ende der Welt