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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,01 von 10 (154x bewertet)
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Charlie Simms (Chris O’Donnell) studiert an einem anerkannten Internat und gehört zu den Besten seines Jahrgangs. Um sich etwas Geld verdienen zu können, übernimmt er einen Wochenendjob, bei dem es darum geht, auf den verbitterten blinden ehemaligen Offizier Frank Slade (Al Pacino) aufzupassen. Zu Anfang kommt Charlie mit der ruppigen Art von Frank nicht zurecht, lässt sich aber dennoch überreden, auf einen Trip nach New York mitzukommen. Was sich zunächst als Vergnügungstour anlässt, offenbart bald seinen tatsächlichen Charakter. Frank hat nämlich einen ganz eigenen Plan gefasst.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Nimmt man es sich zur Aufgabe, all die Schwächen von „Der Duft der Frauen“ aufzuzählen, dann kommt man ohne weiteres zum Schluss, dass Martin Brests Film nicht zu den besten Filmen aller Zeiten zählt. Die Figur des Charlie Simms wirkt in so mancher Szene zu eindimensional, die Inszenierung mutet zuweilen an wie die eines ambitionierten TV-Films. Und das Ende hat ausreichend Pathos in petto, um damit empfindliche Cineasten endgültig zu vergraulen.

Zwangsläufig stellt sich demnach die Frage, warum man sich „Der Duft der Frauen“ überhaupt anschauen sollte. Dabei könnte die Antwort einfacher nicht sein: Wegen Al Pacino. Was Pacino als mürrischer Ex-Soldat abliefert, ist nämlich ganz großes Kino. Denn bei allen Ecken und Kanten verleiht er seiner Figur einen unnachahmlichen Charme, dem die Frauen im Film und die Cineasten vor dem Bildschirm reihenweise erliegen. Da stört es dann auch nicht weiter, dass der Film in so manches Fettnäpfchen tritt und den Zuschauer gelegentlich dazu zwingt, beide Augen zuzudrücken.

Dass Al Pacino angesichts seiner legendären Aufritte in Filmen wie „Der Pate“ oder „Hundstage“ bis 1993 warten musste, um seinen bisher einzigen Oscar zu gewinnen, muss niemand verstehen. Immerhin konnte Pacino die Trophäe schließlich für eine seiner stärksten Leistungen einheimsen. Andere Filmgrößen wie etwa Martin Scorsese können das hingegen nicht unbedingt von sich behaupten. Huah!


Daten:

USA 1992, 150 Minuten, FSK: 12
Regie: Martin Brest
Genre: Drama
Darsteller: Al Pacino, Chris O’Donnell, James Rebhorn, uvm.


Für Fans von:

Gran Torino, Babel, Biutiful


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,8 von 10
moviepilot.de: 6,8 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Der Wagen fühlt sich schwer an, und weißt du wieso? Ein verflucht schweres Gewicht liegt auf deinen Schultern.“

„Aber nichts… Gar nichts ist trostloser, als der Blick eines amputierten Geistes. Der kann durch keine Prothese ersetzt werden.“

„Ruf den Zimmerservice und sag, dass ich nur noch John Daniels vorzufinden wünsche!“

„Frauen… wer hat sie erschaffen… diese herrlichen Wesen? Gott muss ein verdammtes Genie sein.“



Auszeichnungen:

  • Der Film gewann einen Oscar in der Kategorie Bester Schauspieler sowie drei Auszeichnungen bei den Golden Globes



Der Duft der Frauen bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Martin Brest:

1979: Die Rentner-Gang
1984: Beverly Hills Cop
1988: Midnight Run – Fünf Tage bis Mitternacht
1999: Rendezvous mit Joe Black
2003: Liebe mit Risiko – Gigli