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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,13 von 10 (412x bewertet)
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John Dunbar (Kevin Costner) kämpft auf Seiten der Nordstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg. Durch einen Zufall wird er zum Kriegshelden und kann in der Folge wählen, wo er als Nächstes stationiert werden will. Um den Wilden Westen kennen zu lernen, wählt er das Indianergebiet als neuen Standort. Dort lernt er nach und nach den Indianerstamm der Lakota kennen, mit dem ihm bald eine enge Freundschaft verbindet. Zudem lernt er die Indianerin „Steht mit einer Faust“ (Mary McDonnell) lieben. Zum Indianer geworden, betrachten die Weißen ihn schließlich als Verräter.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Kevin Costner ist sicherlich nicht unbedingt jedes Cineasten allerbester Freund. Fragwürdige Filme wie „Postman“ brachten Costner nämlich das wenig schmeichelhafte Image des größenwahnsinnigen Geldvernichters ein, der nicht davor zurückschreckt, Gesten pathetisch und Einstellungen übertrieben episch anmuten zu lassen – falls nötig mit der Brechstange. Costners erste Regiearbeit gehört dennoch zu den meist beachteten Filmen der 90er Jahre. Mit „Der mit dem Wolf tanzt“ wurde das totgeglaubte Genre des Western wiederbelebt, wenngleich auch nicht besonders nachhaltig. Dennoch überzeugt die stimmig erzählte Geschichte um John Dunbar, der sich nach und nach in einen Indianer verwandelt, bis heute. Dem Film ist nämlich anzumerken, dass Costner sein ganzes Herzblut hineingelegt hat.

Die melancholische Atmosphäre des wilden, gefährdeten Westens wird durchaus glaubhaft vermittelt und dürfte wohl in keinem vergleichbaren Film in dieser Intensität wiederzufinden sein. Bei mindestens 180 Minuten Spielzeit hat der Zuschauer allerdings auch genügend Zeit, um sich in der Welt der Lakota zu verlieren. Wer es noch länger mag, der kann mit dem Director’s Cut ganze vier Stunden aufs Ganze gehen. Keine Frage, „Wer mit dem Wolf tanzt“ ist ein Stück Filmgeschichte. Für Cineasten sollte der Film trotz erwähnter Vorbehalte damit zum Pflichtprogramm gehören. Und für alle, die einen Western fernab von Leone-Staub und Eastwood-Einsilbigkeit sehen wollen, ist Kevin Costners Oscar-prämiertes Werk ohnehin der richtige Film.


Daten:

USA 1990, 183 Minuten, FSK: 12
Regie: Kevin Costner
Genre: Abenteuer | Drama | Western
Darsteller: Kevin Costner, Mary McDonnell, Floyd Westerman, uvm.


Für Fans von:

Der Letzte Mohikaner, Robin Hood, The Last Samurai


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8.0 von 10
moviepilot.de: 7,3 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Sie wollen also den Westen kennen lernen?!“ – „Ja, Sir! Solange es ihn noch gibt.“

„Ich versuchte mich umzubringen und sie machten einen lebenden Helden aus mir.“

„Unter allen Fährten in diesem Leben gibt es eine, die am meisten zählt. Es ist die Fährte, die zum wahren Menschen führt.“

„Ich war oft allein gewesen, aber bis zu diesem Nachmittag hatte ich mich noch nie richtig einsam gefühlt.“



Auszeichnungen:

  • Der Film wurde für 12 Oscars nominiert und gewann in 7 Kategorien
  • Der Film erhielt insgesamt 6 Nominierungen für einen Golden Globe und gewann in 3 Kategorien



Der mit dem Wolf tanzt bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Kevin Costner (Auszug):

1995: Waterworld
1997: Postman
2003: Open Range – Weites Land