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Der jüdische Pianist Wladyslaw Szpilman (Adrien Brody) wird 1939 von deutschen Truppen ins Warschauer Ghetto verbannt, wo er unermessliches Leid ertragen muss. Kurz vor der Deportation ins Vernichtungslager Treblinka gelingt ihm aber die Flucht. Fortan beginnt eine Tourtour von einem Versteck zum anderen, während der er den Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 unterstürzt. Nachdem Warschau von den Besatzern beinahe völlig zerstört wurde, irrt Szpilman durch die verlassenen Straßen und trifft auf Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld (Thomas Kretschmann), der ihm hilft. Der Einmarsch der Roten Armee steht indes kurz bevor.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Neben Steven Spielbergs streitbarem „Schindlers Liste“, Roberto Benignis kreativem „Das Leben ist schön“ ist „Der Pianist“ von Roman Polanski eins der drei großen Holocaust-Dramen der jüngeren Vergangenheit. Dabei spiegelt Polanskis Film wohl am eindringlichsten den Schrecken jener Zeit wider, der in gräulich-fahlen Bildern zuweilen bis an die Grenze zur Unerträglichkeit geht. Denn „Der Pianist“ scheut sich nicht davor, die Grausamkeit des Warschauer Ghettos in notwendiger Objektivität nachzuzeichnen, was den Film zu einem der wichtigsten Vertreter seines Genres werden lässt.

Nicht so sehr als bloße Nacherzählung der (wahren) Geschichte des Wladyslaw Szpilman versteht sich der Film vielmehr als Mahnmal, das Szpilmans Schicksal zu einem willkürlichen werden lasst, das ebenso im sicheren Tod hätte enden können. Denn nur dem Glück ist es zuzuschreiben, dass der Protagonist der systematischen Todes-Maschinerie der deutschen Besatzer entgeht. Adrian Brody, der eigens für die Figur des hungernden Szpilmans etliche Kilos abnahm, erhielt für seine Leistung u. a. den Oscar als bester Hauptdarsteller und hat in seiner Filmographie mit „Der Pianist“ ein echtes Highlight zu bieten.

Es gibt gute und schlechte Filme, es gibt Filme, die sind spannend oder eher langweilig. Und es gibt Filme, die sind einfach wichtig. „Der Pianist“ ist so ein wichtiger Film, den sich jeder klar denkende Mensch anschauen sollte – ob ausgemachter Film-Freund oder nicht.


Daten:

FR, VK, Dt., PL, 2002, 143 Minuten, FSK: 12
Regie: Roman Polanski
Genre: Biographie | Drama | Krieg
Darsteller: Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Emilia Fox, uvm.


Für Fans von:

Das Leben ist schön, Schindlers Liste, Hotel Ruanda


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,5 von 10
moviepilot.de: 7,8 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Ich weiß nicht wie ich Ihnen für alles danken kann.“ – „Danken Sie Gott – nicht mir. Es ist Sein Wille dass wir überleben. Naja, zumindest sollten wir daran glauben.“

„Nicht schießen!Ich bin Pole!“ „Warum trägst du dann den scheiß deutschen Mantel?“ „Mir war kalt.“

„Ich hab dir das Leben gerettet. Verschwinde!“

„Du spielst Klavier für die Parasiten des Ghettos!“



Auszeichnungen:

  • Oscars für die Beste Regie, den Besten Hauptdarsteller und das Bestes adaptierte Drehbuch
  • 2 Golden-Globe-Nominierungen
  • Goldene Palme auf dem Filmfestival Cannes 2002 als bester Film des Festivals
  • Europäischer Filmpreis für die beste Kamera an Pawel Edelman



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Roman Polanski (Auszug):

1992: Bitter Moon
1994: Der Tod und das Mädchen
1999: Die neun Pforten
2005: Oliver Twist
2010: Der Ghostwriter