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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,85 von 10 (230x bewertet)
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Mitten im Zweiten Weltkrieg erhält die Charlie-Kompanie den Auftrag, die Insel Guadalcanal von den Japanern zurückzuerobern. Aufgrund des vorherrschenden Regenwaldes kommen die Soldaten allerdings nur langsam voran. Während Lt. Col. Tall (Nick Nolte) befielt, dass ein schwer bewachter Stützpunkt eingenommen soll, weigert sich Kompanieführer Staros (Elias Koteas), seine Männer ins offene Messer laufen zu lassen. Indessen verarbeiten die Soldaten die Erlebnisse auf ihre ganz eigene Art und Weise. Private Witt (James Caviezel) etwa träumt davon, in Eintracht mit der einheimischen Bevölkerung leben zu können. Doch die Realität fordert ihre Opfer.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Regisseur Terrence Malick ist zweifellos nicht wie jeder andere Hollywood-Regisseur. Seit Ende der 1960er aktiv hat Malick erst eine Handvoll Filme gedreht, die jeder für sich einzigartige Oasen in der US-amerikanischen Filmlandschaft darstellen. So ist keine große Überraschung, dass Malicks (Anti-)Kriegsfilm „Der schmale Grat“ wenig mit aufgeplusterten Produktionen à la „Der Soldat James Ryan“ gemeinsam hat.

Obwohl Malick nicht auf die Darstellung von Kampfhandlungen verzichtet, ist es weniger das Gefecht an sich, das im Vordergrund steht. Ähnlich wie bei „Apocalypse Now“ dient der Krieg vielmehr als kategorische Einsäumung, die die Figuren in ihrem Sinnen über das Sein beeinflusst und letztendlich schicksalhaft bestimmt. Dabei steht insbesondere der Gegensatz zwischen brutal-sinnloser Gewalt und poetisch-friedvoll anmutender Natur im Vordergrund, die den Soldaten einerseits als paradiesischer Zufluchtsort dienen kann, doch genauso Schauplatz von Mord und Totschlag wird.

Da Malick sich wenig um die Sehgewohnheiten des Publikums schert, dürfte „Der schmale Grat“ für den handelsüblichen Kino-Gänger durchaus befremdlich anmuten. Dabei dürften den ungeduldigen Film-Freunden vor allem die ausgedehnten ruhigen Momente des Films aufstoßen, in denen keine Granaten fliegen, sondern die Philosophie der einzelnen Figuren ausgebreitet wird. Der Film sei daher ausschließlich Cineasten empfohlen, die die Spielzeit von ca. 170 Minuten überstehen, ohne die Sehnsucht nach einem Panzer zu verspüren, der durch die nächste Häuserwand bricht und für gepflegte Action sorgt.


Daten:

USA 1998, 170 Minuten, FSK: 16
Regie: Terrence Malick
Genre: Action | Drama | Krieg
Darsteller: Sean Penn, Jim Caviezel, Ben Chaplin, uvm.


Für Fans von:

Die durch die Hölle gehen, Apocalypse Now, Full Metal Jacket


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,5 von 10
moviepilot.de: 8,3 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Das schlimmste ist, nicht zu wissen, ob man etwas gutes bewirkt. Das ist das schlimmste.“

„Der eine Mensch sieht einen sterbenden Vogel und denkt, dass es nichts auf der Welt gibt als grundlosen Schmerz. Aber der Tod hat immer das letzte Wort. Er lacht ihn aus… Ein anderer Mensch blickt auf denselben Vogel. Er sieht Herrlichkeit. Er fühlt wie etwas durch ihn hindurch lächelt.“

„Man muss sich um einen Soldaten erst Sorgen machen, wenn er aufhört rumzumeckern.“

„Vielleicht haben alle Menschen zusammen eine grosse Seele. Und jeder ist ein Teil von ihr. Alles Gesichter ein und desselben Menschen, ein grosses Wesen… und jeder sucht die Erlösung für sich allein… wie ein Stück Kohle, das man aus dem Feuer gezogen hat.“



Auszeichnungen:

  • 7 Nominierungen bei den Oscars 1999
  • Der Film wurde 1999 auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären von der Jury als bester Film des Wettbewerbs ausgezeichnet



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Terrence Malick:

1969: Lanton Mills
1973: Badlands – Zerschossene Träume
1978: In der Glut des Südens
2005: The New World