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Amelie lebt vereinsamt in der Metropole Paris, genauer in Montmartre. Trotz der Millionen Menschen um sie herum, lebt Amelie in einer melancholischen Welt von unerfüllten Träumen. Ihr Alltag als Kellnerin verschafft ihr aber Einblicke in zwischenmenschliche Verstrickungen. So beschließt sie eines Tages, sich in die Geschichten der anderen einzumischen. Erst durch die Bekanntschaft mit Nino, einem Träumer wie sie, schafft Amelie es, die Angst vor dem wahren Leben und ihre Schüchternheit abzuschütteln.

„Die fabelhafte Welt der Amelie“ von Jean-Pierre Jeunet, ist ein Blick in den exzentrischen, und gerade deswegen liebenswerten Mikrokosmos einer jungen Großstädterin. Audrey Tautou in der Rolle der Amelie Poulin spielt eine wundervoll romantische und eigenartige Außenseiterin, die seit ihrer Kindheit ein Auge für den Sinn und Wert der eigentlich unscheinbaren oder nutzlosen Dinge in der Welt um sie herum entwickelt hat. Die Liebe zu einfachen Freuden macht ihr den Zugang zu ihrem eigenen Leben aber nicht unbedingt leichter, ihre private Welt erfährt der Zuschauer durch phantastische Vorgänge,wie zum Beispiel plötzlich sprechende Bilder, die zeigen: Es gibt unerfüllte Sehnsüchte in ihrem Leben. Der Film ist voll von kleinen Geschichten der Mitmenschen Amelies, deren glücklicher Ausgang nicht selten ohne das zutun der Heldin ablaufen. Interessante und komische Charaktere wie den unangenehmen Gemüsehändler oder die geschwäzige Zeitungsfrau trifft man an jeder Straßenecke im Film, die schönen Bilder von Paris lassen den Zuschauer in diese ganz besondere Stimmung eintauchen und die Lust an den alltäglichen Ereignissen Amelies wächst mit jeder Minute. Die verrückt kriminalistische Liebesgeschichte zwischen Amelie und dem Geisterbahndarsteller und Gelegenheitsnikolaus Nino ist bis zum Schluss sehr spannend, da Amelies Zögern ständig mit einer größer werdenden Neugierde kämpft. Jeder Gegenstand in ihrer Wohnung, sowie der durch Krankheit isolierte benachbarte Maler sprechen zu ihr:Lebe! Und das Plädoyer geht gleichermaßer über auf den Zuschauer, der hoffentlich angesteckt wird von diesem Lebensdurst einflößenden Films.


Daten:

Frankreich 2001, 117 Minuten, FSK 6
Regie: Jean-Pierre Jeunet
Genre: Komödie | Fantasy | Romanze
Darsteller: Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus, Lorella Cravotta, uvm.


Für Fans von:

Big Fish, Wenn Träume fliegen lernen, Brücke nach Terabithia


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,6 von 10
moviepilot.de: 7,4 von 10
Filmstarts.de: 10 von 10


Filmzitate:

„Das Leben ist nichts anderes, als die endlose Probe einer Vorstellung die niemals stattfindet.“

„Amélie“s einziger Freund heißt Pottwal. Bedauerlicherweise ist der Goldfisch aufgrund des familären Umfelds depressiv und Selbstmord gefährdet.“

„Es gibt mehr Synapsen im menschlichen Gehirn als Atome im Universum.“

„Literaturkritiker sind wie Kakteen, die von ihren Stacheln leben, inmitten von Geiern, die von ihren Federn leben.“



Auszeichnungen:

  • Der Film wurde 2002 in 5 Kategorien für den Oscar nominiert
  • Nominiert bei den Golden Globes als Bester fremdsprachiger Film
  • Weitere Auszeichnungen bei den Guldbagge Awards, Independent Spirit Awards und bei den Goyas



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Weitere Filme von Jean-Pierre Jeunet:

1991: Delikatessen
1995: Stadt der verlorenen Kinder
1997: Alien – Die Wiedergeburt
2004: Mathilde – Eine große Liebe
2009: Micmacs – Uns gehört Paris!