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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,43 von 10 (730x bewertet)
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Der berühmte Dirigent Pierre Morhange (als Kind: Jean-Baptiste Maunier) erfährt vom Tod seiner Mutter und kehrt zur Beerdigung nach Frankreich zurück, wo er auf seinen Jugendfreund Pépinot (als Kind: Maxence Perrin) trifft, mit dem er sich anhand des Tagesbuchs des Erziehers Clément Mathieu (Gérard Jugnot) auf eine imaginäre Reise in ihre gemeinsame Vergangenheit im Internat für schwer erziehbare Jungen begibt, in dessen tristem Alltag der Musikunterricht des Monsieur Mathieu den einzigen Lichtblick darstellt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

„Die Kinder des Monsieur Mathieu“ spielt im Jahre 1949 im Internat „Fond de l’Étang“, wo Clément Mathieu als arbeitsloser Musiker die Stelle eines Erziehers übernimmt und gleich am ersten Tag auf eine Szene trifft, die exemplarisch für den melancholisch sensiblen Grundtenor des Filmes steht: Der kleine Pépinot steht in eisiger Kälte am Eingangstor und gibt zu verstehen, dass er auf Samstag warten würde; den Tag, an dem ihn sein Vater angeblich abholen will. Dass dies niemals geschehen wird und jeder einzelne der Jungen gleichzeitig unter seinem persönlichen Schicksal, der Einsamkeit und der strengen Regentschaft des Internatsdirektors Rachin (François Berléand) zu leiden hat, wird sehr schnell klar. Also versucht Mathieu, den Jungen über das gemeinsame Singen im Chor neue Lebensfreude und Hoffnung zu geben, was sich durch mehrere Zwischenfälle und nicht zuletzt Rachin selbst als schwieriges Unterfangen erweist und schließlich zur Entlassung Mathieus führt.

Tragend in diesem Film ist neben der Besetzung vor allem die anrührende Knabenchor-Musik, die von Les Petits Chanteurs de Saint-Marc (Die kleinen Sänger von Sankt Markus) stammt, ein Chor, deren Mitglieder alle Schüler des Saint-Marc-Zentrum bei Lyon sind, bei dem auch der Darsteller des Pierre Morhange, Jean-Baptiste Maunier, seine Karriere begann. Absolut sehenswert – traurig schön.


Daten:

Frankreich 2004, 93 Minuten, FSK 6
Regie: Christophe Barratier
Genre: Drama | Musik
Darsteller: Gérard Jugnot, François Berléand, Jean-Baptiste Maunier, uvm.


Für Fans von:

Billiy Elliot, Der Klang des Herzens, Wonder Boys


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb.de: 7,8 von 10
moviepilot.de: 7,7 von 10
Filmstarts.de: 3,5 von 5


Filmzitate:

„Er ist sich dessen nicht bewusst, aber seine Stimme ist ein wahres Wunder!“

„Ich habe es immer gewusst: Eines Tages wird meine Musik aufgeführt. Mein Name ist Clement Mathieu, ich bin Musiker. Jede Nacht komponiere ich für sie.“

„Falls dus nicht weißt: Du singst wie n rostiger Eimer.“

„Gehen sie zum Teufel!“ „Nein, ich verlasse ihn gerade.“



Auszeichnungen:

  • Nominierung für den Oscar 2005 in der Kategorie Besten Filmsong und Bester Fremdsprachigen Film
  • 8 Nominierungen bei César 2005
  • Nominierung als Bester europäischer Film beim Goya 2006



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Christophe Barratier:

2002: Les Tombales
2008: Paris, Paris – Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück