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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 6,90 von 10 (84x bewertet)
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Sean (James van der Beek) hält sich an seinem College als Drogendealer über Wasser und verbringt seine Zeit vornehmlich auf Partys. Ähnlich ergeht es Lauren (Shannyn Sossamon) und dem homosexuellen Paul (Ian Somerhalder), die sich zudem auf der Suche nach der großen Liebe befinden. Während Lauren auf den im Ausland befindlichen Victor wartet, verliebt sich Paul in Sean, welcher sich allerdings nicht im Geringsten für ihn interessiert. Sean hingegen glaubt, von Lauren Liebesbriefe zu erhalten und versucht, sich ihr anzunähern. Doch die Träume der drei stehen unter keinem guten Stern.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Als Katie Holmes – unbehelligt von Tom Cruise und Scientology – noch regelmäßig ihrem Job nachging, sorgte sie in der Serie „Dawson’s Creek“ gemeinsam mit James van der Beek vornehmlich bei pubertierenden 12 bis 15-Jährigen für ausufernde Gefühlsregungen. Die Coming-of-Age-Serie ließ nämlich keine Gelegenheit aus, um die Emotionen der Heranwachsenden (auf einer etwas schleimigen) Achterbahn fahren zu lassen. Dass Coming-of-Age auch anders geht, beweist Roger Averys „Die Regeln des Spiels”, in dem van der Beek alle redlichen Dawson-Attitüden im Drogenrausch erstickt und auf amoralischen wie undurchsichtigen Pfaden wandelt.

Im Zusammenspiel mit der stylischen Inszenierung inklusive rückwärts ablaufenden Szenen kommt der Film wie ein zuweilen chaotisch anmutendes Ungetüm daher, in dem neben der emotionalen Verwirrung der Protagonisten nicht zuletzt die absurd-komischen Momente im Vordergrund stehen. Da sich das Drehbuch leider einige dramaturgische Schnitzer leistet, ist „Die Regeln des Spiels“ zwar kein Meisterwerk, unter allen weichgekochten Coming-of-Age-Dramen allerdings ein echtes Kleinod voller kreativer, ungestümer Energie. Etwas anderes hätte man vom „Pulp Fiction“-Co-Autor und „Killing Zoe“-Schöpfer aber auch kaum erwarten können.

Schauspieler gegen den Strich zu besetzen, ist erfahrungsgemäß ein erhebliches Risiko für die Wirkung eines Films. Im Falle von James van der Beek und „Die Regeln des Spiels“ kann man allerdings getrost von einem gelungenen Beispiel sprechen. Die Hingabe, mit welcher der Schauspieler seiner Figur diabolische Züge verleiht, kann sich nämlich durchaus sehen lassen.


Daten:

USA 2002, 110 Minuten, FSK: 16
Regie: Roger Avary
Genre: Komödie | Drama | Romanze
Darsteller: James Van Der Beek, Shannyn Sossamon, Ian Somerhalder, uvm.


Für Fans von:

Spun, Requiem for a Dream, Garden State


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 6,7 von 10
moviepilot.de: 5,5 von 10
Filmstarts.de: 1 von 5


Filmzitate:

„Ist sie alt genug zum Urinieren, kann ich sie auch prächtig penetrieren.“

„Ich stell mir vor was niemals war und alles, was hätte sein können.“

„Ich hab’s nur mit ihr getrieben, weil ich in dich verliebt bin!“



Auszeichnungen:

  • Auszeichnung bei den Golden Trailer Awards für den Filmtrailer
  • Nominierung bei den GLAAD Media Awards



Die Regeln des Spiels bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Roger Avary:

1994: Killing Zoe
2012: Driver