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Der „Driver“ (Ryan Gosling) arbeitet tagsüber als Stuntfahrer im Filmgeschäft und bewegt seine Vehikel wie kein anderer. Des Nachts setzt er seine Fähigkeiten als Fluchtfahrer ein und unterstützt Gangster bei ihren Überfällen. Indes plant sein Kumpel Shannon (Bryan Cranston), ihn als Rennfahrer groß rauszubringen und leiht sich von Ganove Bernie Rose (Albert Brooks) einen Batzen Geld, um sich einen Rennwagen kaufen zu können. Derweil lernt der „Driver“ Irene (Cary Mulligan) kennen und verliebt sich in sie. Doch als Irenes Ehemann aus dem Knast entlassen wird, entbrennt eine Spirale der Gewalt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Ohne in bedeutungsschwangeres Kauderwelsch zu verfallen: „Drive“ ist ein Film, an dem sich so mancher Cineast die Zähne ausbeißen wird. Nicolas Winding Refns Film schert sich nämlich nicht um aktuelle Hollywood-Maßstäbe und dreht auf seinem ganz eigenen Highway seine Runden. Angefangen bei der modernen Retro-Musik und der speziellen Farbgebung sind es insbesondere Dramaturgie und Figurenzeichnung, die „Drive“ zu einem Hollywood-Exoten werden lassen. Ohne durchgängige Handlung bietet der Film eine Vielzahl vermeintlicher Nebenhandlungsstränge, die abseits üblicher Sehgewohnheiten mehr angerissen denn tatsächlich ausgeführt werden. Dabei funktioniert „Drive“ allerdings zu keinem Zeitpunkt als Episodenfilm, sondern wirkt vielmehr wie eine kaleidoskopische Verdichtung der aufgezeigten Lebensumstände des Protagonisten.

Die namenlose Hauptfigur selbst bleibt allerdings das größte Mysteriums des Films. Assoziationen mit coolen PS-Profis wie Steve McQueen und wortkargen Anti-Helden à la Clint Eastwood sind zwar schnell bei der Hand, definieren den artifiziell stilisierten Umriss des Protagonisten allerdings nur in Grundzügen. Letztlich gehört „Drive“ demnach zu jenen Filmen, die sich nicht ohne weiteres jedem Cineasten ans Herz legen lassen. Refns spezielles Werk gehört nämlich zu den sperrigeren Werken der modernen US-amerikanischen Film-Landschaft.

Übrigens: Wer sich beim Überfliegen der Inhaltsangabe an „The Transporter“ erinnert fühlt und auf actionlastiges Dauerfeuer hofft, der befindet sich auf der falschen Autobahn. Die Krach-und-Bumm-Abenteuer des Jason Statham haben mit „Drive“ nämlich ähnlich viel gemein wie ein Trabi mit der Formel 1.


Daten:

USA 2011, 100 Minuten, FSK: 18
Regie: Nicolas Winding Refn
Genre: Krimi | Drama
Darsteller: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston, uvm.


Für Fans von:

L.A. Confidential, Ein Prophet


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,9 von 10
moviepilot.de: 7,7 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Filmzitate:

„Wenn man den Burschen hinters Steuer setzt gibt es nichts was er nicht kann.“

„Für den Rest deines Lebens wirst du höllisch aufpassen müssen.“



Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei der Oscarverleihung 2012
  • Eine Nominierung bei den Golden Globe Awards 2012
  • Vier Nominierungen bei den BAFTA-Awards 2012



Drive bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Nicolas Winding Refn:

1996: Pusher
1999: Bleeder
2003: Fear X
2004: Pusher II
2005: Pusher 3
2009: Bronson
2009: Walhalla Rising