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Ulrik (Stellan Skarsgard) wird nach einer halben Ewigkeit aus dem Gefängnis entlassen und versucht, sich in der Folge mit der neu gewonnenen Freiheit zu arrangieren. Schließlich nimmt er Kontakt zu seinem alten Boss Jensen (Bjorn Floberg) auf, der seit jeher in kleinkriminelle Machenschaften verstrickt ist. Dennoch versucht Ulrik, sich aus krummen Geschäften herauszuhalten und nimmt einen Job in einer Werkstatt an. Doch das triste Leben in seiner kargen Unterkunft sowie die Schatten der Vergangenheit treiben Ulrik schon bald wieder auf die schiefe Bahn.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Tausendmal gesagt und geschrieben, tausendmal bewahrheitet: Die Skandinavier und ihr absurd-kruder Humor sind ein Leuchtturm in der modernen europäischen Filmlandschaft. So stellt sich „Ein Mann von Welt“ in populäre Tradition und wartet mit einer ganzen Reihe abstrus-lustiger Szenen auf, die nicht zuletzt dank des lakonisch vorgetragenen Phlegmas von Stellan Skarsgard geradezu wahnwitzige Züge annehmen. Spätestens, wenn die an „Frau Flodder“ erinnernde Vermieterin des Protagonisten kurzen, aber gefühlvollen Beischlaf als Ausgleich für ihre Mühen einfordert, dürfte der geneigte Cineast begreifen, welche Film-Stunde geschlagen hat. Dementsprechend facettenreich stellt sich die illustre Schar der Nebenfiguren auf.

Angefangen bei kleinwüchsigen Waffenhändler, verblödeten Kleinganoven und verhärmten Weibsbildern präsentiert „Ein Mann von Welt“ im Grunde alles, was das Zuschauer-Herz begehrt – am Ende ist nämlich jede Figur mindestens einen herzhaften Lacher wert. Dass die eigentliche Läuterungsgeschichte dabei in den Hintergrund gerät und die zaghaften sozialkritischen Elemente bloße Staffage bilden, bleiben also Randnotizen. Vielmehr kann sich der interessierte Cineast auf einen weiteren skandinavischen Volltreffer freuen, der von der ersten Minuten an mit seinem unverwechselbaren Humor nicht hinter dem filmischen Berg hält. Schlichtweg: Grandios!

Obwohl Stellan Skarsgard längst zum Inventar Hollywoods gehört, stellt der in Göteborg geborene Schauspieler nicht unbedingt den Archetypus eines Kino-Superstars dar. Mit Auftritten in Filmen wie „Dogville“ oder „Melancholia“ und „Illuminati“ oder „Thor“ beweist er allerdings ein geradezu einzigartiges Spektrum.


Daten:

USA 2010, 103 Minuten, FSK: 12
Regie: Hans Petter Moland
Genre: Komödie | Krimi | Drama
Darsteller: Stellan Skarsgard, Bjorn Floberg, Gard B. Eidsvold, uvm.


Für Fans von:

Die Beschissenheit der Dinge, Adams Äpfel, Flickering Lights


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.0 von 10
moviepilot.de: 6.8 von 10
Filmstarts.de: 3.0 von 5


Auszeichnungen:

  • Eine Auszeichnung beim Filmkunstmesse Leipzig 2010
  • Vier Auszeichnungen beim Festróia Filmfestival 2010
  • Eine Auszeichnung beim Chicago International Film Festival 2010



Ein Mann von Welt bei Amazon:

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Weitere Filme von Hans Petter Moland (Auszug):

2004: The Beautiful Country
2006: Genosse Pedersen
2014: Kraftidioten