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2154: Während der Großteil der Menschen auf der zerrütteten Erde ein trauriges Dasein fristet, lässt es sich eine kleine Gruppe von Privilegierten auf der Raumstation Elysium gutgehen. Max Da Costa (Matt Damon) arbeitet auf der Erde in einer Rüstungsfabrik und wird bei einem Störfall radioaktiv verstrahlt. In der Folge hat er nur noch wenige Tage zu leben, da die medizinische Versorgung auf der Erde keine Heilung ermöglicht. Einzig auf Elysium könnte ihm geholfen werden. So macht er sich daran, einen Weg in die hermetisch abgeriegelte Raumstation zu finden.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Es soll ja so manchen unbedarften Cineasten gegeben haben, der sich nach den ersten Minuten von „Elysium“ an „District 9“ erinnert gefühlt haben soll. Die Schutthalden-Optik mit SciFi-Elementen sorgte 2009 für den Durchbruch von Regisseur Neill Blomkamp und bestimmt nicht zufällig auch seinen zweiten Film. Jener Schutthalde setzt Blomkamp in „Elysium“ allerdings eine gegensätzliche, an Garten Eden erinnernde Raumstation entgegen, die gewissermaßen buchstäblich für die politische Aussage des Films steht. Nichts für die Armen. Alles für die Privilegierten. So erzählt Blomkamp nicht allein einen mit ansehnlich choreographierten Kampfsequenzen gespickten Actionfilm, sondern bewegt sich in (aus „District 9“ bekannten) Sphären der politischen Dystopie. Ganzheitliche Vorbilder wie „1984“ oder „Schöne neue Welt“ werden bewusst zitiert und gehören gewissermaßen genre-intern zum guten Ton.

Ungewöhnlich hingegen ist der offen dargelegte satirische Anspruch, den Blomkamp in „District 9“ nur in unterschwelligen Anspielungen vermittelte. In „Elysium“ hingegen agieren die Figuren derart scharf gezeichnet, dass bei aller Dramatik tragikomische Züge kaum zu übersehen sind. Jodie Foster, als skrupellose Ministerin Delacourt, wandelt dabei am Rande zur Karikatur und bietet eine, wenn auch streitbare, doch äußert interessante Note. So gehört „Elysium“ fraglos zu den sehenswerten Hollywood-Filmen der jüngeren Vergangenheit und zeigt, dass Neill Blomkamp sich den Genre-Thron der modernen Dystopie redlich verdient hat. Wir sagen: Nicht nur für „District 9“-Fans ein absolutes Muss!



Daten:

US/CA/MX 2013, 109 Minuten, FSK: 16
Regie: Neill Blomkamp
Genre: Action | Drama | Sci-Fi
Darsteller: Matt Damon, Jodie Foster, Sharlto Copley, uvm.


Für Fans von:

Die Insel, Planet der Affen, Die Tribute von Panem


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 6,6 von 10
moviepilot.de: 6,1 von 10
Filmstarts.de: 3,0 von 5


Weitere Filme von Neill Blomkamp:

2009: District 9
2015: Chappie