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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,93 von 10 (347x bewertet)
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Jerry Lundegaard (William H. Macy) weiß nicht mehr ein noch aus. Sein Betrieb steht kurz vor der Pleite und der wohlhabende Schwiegervater Harve (Wade Gustafson) ist keine Hilfe. In der fingierten Entführung seiner Ehefrau Jean (Kristin Rudrüd) samt anschließender Lösegeldforderung, die Harve begleichen soll, sieht Jerry die Lösung all seiner Probleme. Die engagierten Entführer Carl und Gaear (Steve Buscemi und Peter Stormare) machen alles aber nur noch schlimmer. Schließlich ist es Polizistin Marge (Frances McDormand), die sich des Falles annimmt und den absurden Verwicklungen auf die Spur kommt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Neben all den aufgeführten großartigen Schauspielern ist der eigentliche Hauptdarsteller in „Fargo“ die malerische Winterlandschaft, die dem skurrilen Treiben der Figuren eine lakonische Ruhe verleiht und bereits für sich allein genommen satirische Züge trägt. Denn wenn sich der spießige Jerry im Verlauf immer weiter in seinen aus dem Ruder laufenden Plan verstrickt und bald mehr Probleme am Hals hat als nur einen insolventen Betrieb, dann ist es vor allem die stoisch-frostige Landschaft um ihn herum, die dem Film die Hektik nimmt und in der Folge das Tempo vorgibt. „Fargo“ ist nämlich trotz seiner oftmals fahrigen Figuren ein entspannter Film, in dem der absurde Witz erst durch den tiefen Schnee stapfen muss, um zum Zuschauer zu gelangen. So beginnt Polizistin Marge ihre Ermittlungen geradezu mit provozierender Gelassenheit und gelangt dennoch gewissermaßen zwangsläufig zum Ziel. Ähnliches Geschick beweisen die Coen-Brüder in nicht wenigen ihrer Filme und besitzen
damit so etwas wie das Monopol auf die unaufgeregte Satire.

Davon, dass „Fargo“ seinerzeit mehr als verdient den Oscar für das beste Drehbuch erhielt, kann sich jeder überzeugen, der sich den Film anschaut. Denn wenn es auch so manchen gibt, der das gemächliche Erzähltempo mit störender Trägheit verwechselt, so gehört der Film unzweifelhaft zu den ganz großen der letzten zwanzig Jahre. Und dass „Fargo“ jener Film war, der den Coens erst Tür und Tor zu nachfolgenden Meisterwerken öffnete, spricht ebenfalls Bände.


Daten:

USA, UK 1996, 94 Minuten, FSK: 16
Regie: Ethan und Joel Coen
Genre: Drama, Thriller, Krimi
Darsteller: Frances McDormand, William H. Macy, Steve Buscemi, uvm.


Für Fans von:

The Big Lebowski, You Kill Me, O Brother Where Art Thou?


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,3 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
ofdb.de: 7.99 von 10


Auszeichnungen:

  • Fargo gewann 1997 zwei Oscars in den Kategorien: Beste Hauptdarstellerin und Bestes Originaldrehbuch
  • Regie-Preis bei den Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1996



Zitate:

„Bekackte Scheiße, ich bin angeschossen worden! Man hat mir in die Fresse geschossen!“

„Immer schön ruhig verhalten da hinten, Lady. Sonst müssen wir Sie, na Sie wissen schon, erschiessen.“

„Was zum Teufel soll das, ich bumse hier gerade!“

„Haben Sie was dagegen, daß ich mich setze…ich hab eine ganz schöne Last zu tragen.“



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Weitere Filme von Ethan und Joel Coen (Auszug):

2004 Ladykillers
2006 Paris, je t’aime
2007 No Country for Old Men
2008 Burn After Reading
2009 A Serious Man