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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,38 von 10 (1.153x bewertet)
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1971. Raoul Duke (Johnny Depp) und sein Freund Dr. Gonzo (Benicio del Toro) begeben sich in die Wüste nahe Las Vegas, in der das berühmte Motocrossrennen Mint 400 stattfindet. Duke soll für ein Sportmagazin über das Rennen berichten, doch stattdessen wendet er sich gemeinsam mit Dr. Gonzo dem Drogenarsenal zu, das sie im Kofferraum ihres Wagens mit sich führen. Es entspinnt sich ein wahnwitziger Trip, der beiden mit LSD-Halluzinationen, Blackouts und Mordfantasien zusetzt. Sie hinterlassen eine Spur der Verwüstung und wollen bald nur noch eins – raus aus Las Vegas.

„This is the best part of the trip. This is the trip. The best part”, tönt ein gewisser Jim Morrison im Song „The Soft Parade”, was exemplarisch für die Atmosphäre in „Fear and Loathing in Las Vegas“ stünde – käme der Song im Film vor. Doch auch ohne die Untermalung von The Doors weiß der Zuschauer gleich nach den ersten Minuten von Terry Gilliams Geniestreich, was ihn erwartet. Denn der Film ist ein einziger visualisierter Drogen- Trip, der keine Möglichkeit auslässt, sein Publikum mit irrwitzigen Szenen zu konfrontieren, die in ihrer Intensität bis heute unerreicht bleiben. Vor allem Johnny Depp treibt dabei seine Interpretation des schier übergeschnappten Raoul Duke auf die Spitze und überzeugt durch sein geradezu rauschhaftes Spiel. Dass bei all dem Meskalin, Kokain und Alkohol die Stringenz der Handlung auf der Strecke bleiben muss, versteht sich von selbst und bedeutet in diesem Fall sogar eine Voraussetzung für die Authentizität der gezeigten Bilderflut.

Hunter S. Thompsons Roman, auf dem Gilliams wohl interessantestes Werk basiert, galt für lange Zeit als unverfilmbar. Doch „Fear and Loathing in Las Vegas“ sprüht derart furchtlos vor kreativen Einfällen, um dem Publikum die psychedelische Welt der Protagonisten sichtbar werden zu lassen, dass der Film schnell Kultstatus erreichte. Das experimentelle Meisterwerk gehört zweifellos in jede Filmsammlung – selbst wenn man ansonsten mit Peyote und Co. nicht besonders viel anfangen kann.


Daten:

USA 1998, 118 Minuten, FSK: 16
Regie: Terry Gilliam
Genre: Road Movie | Komödie | Drama
Darsteller: Johnny Depp, Benicio Del Toro, Tobey Maguire, uvm.


Für Fans von:

Spun, Blow, Half Baked, The Salton Sea


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,6 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5
moviepilot.de: 7,3 von 10
moviemaze.de: 87 von 100%


Filmzitate:

„Wir können hier nicht halten, das ist Fledermausland!“

„Dieser verteufelte Ether. Durch ihn benimmt man sich wie ein Dorfsäufer in einem frühen Irischen Roman.“

„Hör auf so dämlich zu grinsen!“

„Danach nahmen wir etwas Meskalin und gingen schwimmen.“



Auszeichnungen:

  • Der Film lief bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes im Wettbewerb um die Goldene Palme
  • Johnny Depp gewann 1998 einen Goldenen Aries bei den Russian Guild of Film Critics



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Weitere Filme von Terry Gilliam (Auszug):

1975: Die Ritter der Kokosnuß
1981: Time Bandits
1985: Brazil
1991: König der Fischer
1995: 12 Monkeys
2005: Brothers Grimm
2009: Das Kabinett des Dr. Parnassus


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