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1944. Amerikanische Divisionen werden auf die Insel Iwojima verlegt, wo sie die Japaner bekämpfen sollen. Nach ersten Kampfeinsätzen hisst eine Gruppe von Soldaten auf einem Berg eine amerikanische Flagge. Jene Flagge soll allerdings als Souvenir für einen Politiker dienen. Schließlich wird eine zweite Flaggenhissung inszeniert, von der eine Photographie entsteht, die in den USA für Kriegs-Euphorie sorgt. In der Folge werden die Soldaten Doc Bradley (Ryan Philippe), Rene Gagnon (Jesse Bradford) und Ira Hayes (Adam Breach) als vermeintliche Helden in die Heimat geschickt, um für Kriegsanleihen zu werben.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Stellt Clint Eastwoods „Letters from Iwo Jima“ die Geschehnisse rund um eine der berüchtigtsten Pazifik-Schlachten des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Japaner dar, rückt in „Flags of Our Fathers“ der Fokus auf amerikanische Seite. Dabei stellt Eastwood die Umstände der berühmt gewordenen Flaggenhissung auf dem Berg Suribachi in den Mittelpunkt und konzentriert sich zu einem Großteil des Films auf innerpolitische Effekte. So erfährt der Zuschauer im Verlaufe der ca. 130 Minuten Spielzeit wesentliche persönliche Details über die in den USA zu Helden stilisierten Soldaten Bradley, Gagnon und Hayes, während die eigentlichen Gefechte auf Iwojima in den Hintergrund treten.

In diesem Sinne ist „Flags of Our Fathers“ nicht als klassischer Kriegsfilm zu begreifen, sondern vielmehr als ein um Hintergrund bemühtes Kriegsdrama, das im Verbund mit „Letters from Iwo Jima“ ein allumfassendes Bild der Insel-Schlacht entwirft. Dass Eastwood genretypische Actionsequenzen zugunsten der eingehenden Figuren-Charakterisierung kürzt und beide Filme durchaus in einem dialoglastigen Gewand daherkommen, ist vereinendes Markenzeichen des speziellen Double Features und spricht letztlich unverkennbar ein anspruchsvolleres Publikum an. Interessierte Cineasten können sich demnach auf zwei (Anti-)Kriegfilme der ganz besonderen Sorte freuen, die im unmittelbaren zeitlichen Umfeld der modernen Eastwood-Meilensteine wie „Million Dollar Baby“ oder „Gran Torino“ zu Unrecht eher seltener zu den besten Regie-Arbeiten der Hollywood-Legende gezählt werden.


Daten:

USA 2006, 132 Minuten, FSK: 12
Regie: Clint Eastwood
Genre: Drama | History | War
Darsteller: Ryan Phillippe, Adam Beach, Neal McDonough, uvm.


Für Fans von:

Letters from Iwo Jima, Tödliches Kommando


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,1 von 10
moviepilot.de: 7,0 von 10
Filmstarts.de: 3,0 von 5


Filmzitate:

„Das richtige Bild kann einen Krieg gewinnen oder verlieren“

„Die wahren Helden liegen tot auf dieser Insel“

„Ich hals nicht mehr aus das sie mich ein Helden nenn“



Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei den Golden Globe Awards 2007
  • Zwei Nominierungen bei den Oscars 2007
  • Bester ausländischer Film bei den Japanese Academy Awards 2007



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Weitere Filme von Clint Eastwood (Auszug):

1993: Perfect World
1997: Absolute Power
1997: Mitternacht im Garten von Gut und Böse
2003: Mystic River
2004: Million Dollar Baby
2006: Letters from Iwo Jima
2008: Der fremde Sohn
2008: Gran Torino
2009: Invictus – Unbezwungen
2010: Hereafter – Das Leben danach
2011: J. Edgar