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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,85 von 10 (13x bewertet)
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David (Mark Ruffalo) und sein Bruder Mark (Channing Tatum) sind erfolgreiche Ringer und stehen Mitte der 1980er Jahre auf dem Höhepunkt ihrer Karrieren. Dennoch sieht sich Mark im Schatten seines älteren Bruders und versucht alles, um alleine im Rampenlicht zu stehen. Schließlich nimmt Millionär John E. du Pont (Steve Carell) Kontakt zu Mark auf und schlägt ihm vor, auf seinem Trainingsstützpunkt zu trainieren. Mark nimmt das Angebot an und sieht sich bald den Besitzansprüchen du Ponts ausgesetzt. Als David einige Zeit darauf ebenfalls dem Trainings-Team beitritt, nehmen die Spannungen zu.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Bennett Miller hat es schon wieder getan! Neun Jahre nach „Capote“ und drei Jahre nach „Moneyball“ ist auch Millers dritter Kinofilm ein echter Volltreffer. Und das war im Vorfeld zumindest auf den ersten Blick in diesem Ausmaß wohl eher kaum abzusehen. Mit Channing Tatum als ehrgeiziger Gegenpart zum ganz groß aufspielenden Steve Carell und dem (wie üblich) ausgezeichneten Mark Ruffalo ist Miller schließlich durchaus ein Risiko eingegangen. Als ernstzunehmender Charakterdarsteller war Tatum bisher kaum bekannt und hätte mit der Rolle des in sich zerrissenen Athleten David Schulz sehr wohl sein schauspielerisches Waterloo erleben können. Dank Millers Fingerspitzengefühl für die Figur (und wohl auch seinen Schauspieler) liefert Tatum jedoch mit Abstand die beste Leistung seiner bisherigen Karriere ab und fügt sich nahtlos in die außerordentliche Qualität der Produktion.

Ein klassischer Sportfilm ist „Foxcatcher“ indes nicht. Vielmehr stehen mit Mark, David und du Pont drei Figuren im Mittelpunkt, die sich zwar jeweils über ihre Sportart definieren, aber tatsächlich nur am Rande Einblick in das Ringen geben. Miller konzentriert sich lieber auf das Ego von du Pont, den Ehrgeiz von Mark und die streitbare Rationalität von David. „Foxcatcher“ ist demnach ein handfestes Drama, das die wahre Geschichte der handelnden Protagonisten mit purer cineastischer Leidenschaft erzählt. Am Ende scheint es tatsächlich so, als hätte Bennett Miller das Beste aus seinem Drama „Capote“ und seinem Sportfilm „Moneyball“ zu einem großen Ganzen zusammengefügt und damit die nächste Qualitätsstufe seiner Filmografie erreicht. Und natürlich lassen wir uns gerne überraschen, wo das noch hinführen mag.


Daten:

USA 2014, 129 Minuten, FSK: 12
Regie: Bennett Miller
Genre: Biographie | Drama | Sport
Darsteller: Channing Tatum, Steve Carell, Mark Ruffalo, uvm.


Für Fans von:

The Wrestler, Million Dollar Baby, The Fighter


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.0 von 10
moviepilot.de: 7.3 von 10
Filmstarts.de: 4.5 von 5


Auszeichnungen:

  • Eine Auszeichnung bei den internationalen Filmfestspielen von Cannes 2014
  • Fünf Nominierungen bei der Oscarverleihung 2015
  • Drei Nominierungen bei den Golden Globe Awards 2015



Weitere Filme von Bennett Miller:

2005: Capote
2011: Die Kunst zu gewinnen – Moneyball