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Erin Gruwell (Hilary Swank) wird unter dem Eindruck der Rassenunruhen von Los Angeles Lehrerin an einer Problemschule. Bereits an ihrem ersten Tag muss sie erkennen, dass der Alltag ihrer Schüler von Rassismus und Diskriminierung geprägt ist. In der Folge nimmt sie die Tagebücher von Anne Frank in den Lehrplan auf, um zu verdeutlichen, wohin Rassenhass und Intoleranz führen können. Zudem sollen die Schüler ihre Alltagserlebnisse niederschreiben, um so ein besseres Gespür für ihre soziale Umwelt zu bekommen. Erins ungewöhnlicher Lehransatz stößt bei der Schulleitung allerdings auf taube Ohren.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Um vorneweg niemanden in die Irre zu führen und für klare Verhältnisse zu sorgen: So mancher Cineast wird von „Freedom Writers“ das kalte Grauen bekommen. Denn: Was Regisseur Richard LaGravenese nach seinem selbst verfassten Drehbuch anbietet, ist Hollywood pur. Neben der üblichen Bekehrung vermeintlich unbelehrbarer Schüler ist nämlich auch die idealistisch aufgeladene Lehrer-Figur samt familiärer Probleme wahrlich keine Innovation. Wer sich allerdings von üblichen Hollywood-Klischees nicht schrecken lässt, der kann sich mit „Freedom Writers“ auf ein hervorragend ausbalanciertes und keinesfalls unanspruchsvolles Rührstück freuen, in dem insbesondere Hilary Swank zu ganz großer Form aufläuft.

Swank verkörpert ihre Figur nämlich mit derart viel Herzblut, dass im Vorfeld ausgemachte Stereotypen in den Hintergrund treten. Dabei beeindruckt insbesondere, wie die Oscarpreisträgerin charakterliche Nuancen auslotet und neben allem Ehrgeiz und Idealismus nicht zuletzt die sympathisch-naiven Züge von Erin Gruwell zum Ausdruck bringt. Letztlich ist es demnach vor allem der fantastischen Hilary Swank zu verdanken, dass „Freedom Writers“ – sind die Hollywood-Tiefschläge erst einmal verdaut – zu den besseren und damit zu den tatsächlich sehenswerten Problemschul-Filmen gehört.

Wem dennoch das kalte Grauen kommt, dem sei gesagt, dass der Film nicht Richard LaGraveneses Willkür entsprungen ist, sondern auf wahren Tatsachen beruht. Die echte Erin Gruwell schrieb gemeinsam mit ihren Schülern das Buch „The Freedom Writers Diary“, worauf die Film-Handlung letztlich basiert.


Daten:

Deutschland, USA 2007, 123 Minuten, FSK: 12
Regie: Richard LaGravenese
Genre: Biographie | Krimi | Drama
Darsteller: Hilary Swank, Patrick Dempsey, Ricardo Molina, uvm.


Für Fans von:

Half Nelson, Die Klasse, Boyz’n the Hood


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,4 von 10
moviepilot.de: 5,7 von 10


Filmzitate:

„Ab sofort gibt es den Menschen, der ihr wart nicht mehr.“

„Jeder hat seine eigene Geschichte.“

„Sie sagte, dass wir den Menschen was zu sagen haben.“



Auszeichnungen:

  • Richard LaGravenese wurde 2007 mit dem Humanitas-Preis geehrt
  • Eine Nominierung für den NAACP Image Award 2008



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Richard LaGravenese (Auszug):

1991: König der Fischer
1995: Little Princess
2006: Paris, je t’aime
2007: P.S. Ich liebe Dich
2008: Quiet Type
2009: The Secret Life of Walter Mitty
2011: Wasser für die Elefanten
2013: Beautiful Creatures – Eine unsterbliche Liebe