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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,23 von 10 (353x bewertet)
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Das Dorf San Miguel wird von den verfeindeten Familien Baxter und Rojo beherrscht. Als der einsame Reiter Joe (Clint Eastwood) auftaucht, verdingt er sich bei beiden Familien als Revolverheld, bleibt allerdings mit seinem doppelten Spiel im Geheimen. Als die Rojos den Betrug entlarven, foltern sie Joe und greifen die Baxters an. Nach dem Blutbad kuriert der geflüchtete Joe in einer verlassenen Miene seine Wunden aus und sinnt auf Rache. Endlich wieder bei Kräften, kehrt er zurück und knöpft sich die Rojos samt Anführer Ramón (Gian Maria Volontè) vor.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

„Für eine Handvoll Dollar“ ist so etwas wie der Ur-Vater des Italo-Westerns. Denn mit dem zynischen Reißer erschuf Sergio Leone zum einen den Prototyp des Anti-Helden-Westerns und machte zum anderen einen gewissen Clint Eastwood über Nacht zum gefeierten Star. Der Beginn der Dollar-Trilogie ist somit von enormer filmhistorischer Bedeutung und gehört zweifellos zu den wichtigsten Genre-Filmen des vergangenen Jahrhunderts. Dass neben einem ungewaschenen, wortkargen Clint Eastwood die unverwechselbaren Klänge von Ennio Morricone für die entsprechende Atmosphäre sorgen, versteht sich von selbst und lässt keine Fragen offen. Denn anstatt einer ausgefeilten Story bietet der Film wie von Leone gewohnt eine stilbildende Einstellung nach der anderen, wenngleich „Für eine Handvoll Dollar“ ungleich ungestümer wirkt als alle späteren Werke des Meisterregisseurs. Somit nimmt der Film auch in der persönlichen Filmografie Leones eine ganz besondere Stellung ein.

Wer Gefallen am Auftakt findet, der sollte natürlich ebenso die beiden übrigen Teile der Dollar-Trilogie anschauen. Denn „Für ein paar Dollar mehr“ ist nicht minder sehenswert und „Zwei glorreiche Halunken“ ist für nicht wenige gar der beste Western aller Zeiten. Somit sollte auch für den letzten ersichtlich werden, dass „Für eine Handvoll Dollar“ nicht nur irgendein Film ist, sondern der Beginn einer ganzen Epoche, die in der Folge eine Reihe von Meisterwerken hervorbringen sollte, die bis heute nichts von ihrer Strahlkraft verloren haben.


Daten:

Italien, Spanien, Deutschland 1964, 96 Minuten, FSK: 16
Regie: Sergio Leone
Genre: Western
Darsteller: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volonte, uvm.


Für Fans von:

Zwei glorreiche Halunken, Für ein paar Dollar mehr, Spiel mir das Lied vom Tod


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,0 von 10
moviepilot.de: 8,2 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Sie lieben den Frieden, oder nicht? -Wie soll ich etwas lieben was ich nicht kenne und an was ich nicht Glaube?“

„Haben sie etwa in den Stiefeln geschlafen?“ – „Ja, ich wollte ihr Bett nicht schmutzig machen!“

„Fühlen sie sich bei uns wie zuhause! – Das möchte ich nicht, zuhause habe ich mich nämlich nicht wohl gefühlt!“



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Sergio Leone (Auszug):

1965: Für ein paar Dollar mehr
1966: Zwei glorreiche Halunken
1968: Spiel mir das Lied vom Tod
1971: Todesmelodie
1973: Mein Name ist Nobody
1975: Nobody ist der Größte
1984: Es war einmal in Amerika