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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,40 von 10 (920x bewertet)
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Der Rekrut J. T. Davis alias Private Joker (Matthew Modine) befindet sich in der Ausbildung für den Vietnamkrieg. Ausbilder Hartman (R. Lee Ermey) führt ein strenges Regiment und hat es vor allem auf den dicklichen Private „Paula“ Pyle (Vincent D’Onofrio) abgesehen. Kurz vor dem Einsatz in Vietnam dreht Private Paula durch und erschießt erst Ausbilder Hartman und dann sich selbst – vor den Augen von Private Joker. Dieser rückt schließlich ins Kriegsgebiet ab und erfährt den Horror des realen Schlachtfeldes am eigenen Leibe.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Der Ausbildungs-Abschnitt von Stanley Kubricks „Full Metal Jacket“ gehört zweifellos zu den berühmtesten Teil-Abschnitten in der Filmhistorie. Nie zuvor wurde das raue, gar menschenverachtende Klima vor dem Kriegseinsatz in derartiger Konsequenz dargestellt wie es Kubrick in seinem Spätwerk vollbringt. Die Erniedrigung und Entwürdigung der Rekruten wird buchstäblich nachfühlbar und offenbart das wahre Grauen der Kriegsmaschinerie, die alles unternimmt, um den späteren Soldaten alles Menschliche auszutreiben. Die satirische Überhöhung zeigt hierbei nur das unermessliche Maß der Grausamkeit auf und passt sich Kubrick-typisch der Handlung an, ohne störend zu wirken.

Da der eigentliche Vietnam-Abschnitt aufgrund dramaturgischer Schnitzer nicht gänzlich überzeugt, wünschen sich nicht wenige Cineasten zuweilen, Kubrick hätte sich allein der Darstellung der Ausbildung gewidmet und den Film mit Private Paulas Gewalttat enden lassen. Dennoch ist „Full Metal Jacket“ ein mehr als gelungener Antikriegsfilm und spielt in einer Liga mit Genre-Größen wie etwa Stones „Platoon“ oder Malicks „Der schmale Grat“. Und dass Vincent D’Onofrio seine Schauspielkarriere mehr oder minder allein seiner grandiosen Leistung als Private Paula zu verdanken hat, spricht ebenfalls Bände.

„Full Metal Jacket“ ist einer jener Filme, den man mindestens einmal gesehen haben muss, hat man auch nur ein bisschen für Filme übrig. Dass dieses allerdings für beinahe jeden Kubrick-Film gilt, liegt natürlich nicht ausschließlich daran, dass der amerikanische Starregisseur in beinahe 50 Jahren Schaffenszeit lediglich 13 Spielfilme gedreht hat.


Daten:

UK 1987, 112 Minuten, FSK: 16
Regie: Stanley Kubrick
Genre: Drama | Kriegsfilm
Darsteller: Matthew Modine, Vincent D’Onofrio, R. Lee Ermey, uvm.


Für Fans von:

Der Soldat James Ryan, Platoon, Apocalypse Now


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,4 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 8,0 von 10


Auszeichnungen:

  • 1987 Nominierung für den Oscar
  • 1988 Nominiert für den BAFTA Film Award
  • 1988 Nominierung für den Golden Globe
  • 1988 BSFC Award (Bester Regisseur Stanley Kubrick)
  • 1988 David Award (Bester ausländischer Regisseur Stanley Kubrick)



Zitate:

„Nur Stiere und Schwule kommen aus Texas, Privat Cowboy, und nach nem Stier sehen sie mir nicht gerade aus, also wird die Wahl doch eng.“

„Ich werd euch schinden, bis ihr am verrecken seid! Ich schind euch, bis euch Buttermilch aus dem Arschloch läuft!“

„Ihr Arsch kommt auf meine Liste! Sie werd ich mir merken? Hier wird nicht gelacht, hier wird nicht geheult! Garantiert! Das prügle ich euch in die Köpfe rein!“

„Joker ist so cool, der würde glatt die Popel aus der Nase von „ner Leiche fressen… und dann noch „nen Nachschlag verlangen!“



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Weitere Filme von Stanley Kubrick (Auszug):

1968: 2001: Odyssee im Weltraum
1971: Uhrwerk Orange
1975: Barry Lyndon
1980: Shining
1999: Eyes Wide Shut