Komödien

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Drei Jahre nach „Inside Llewyn Davis“ kehren die Coens zurück auf die große Kino-Bühne. Mit „Hail, Caesar!“ entführt das geniale Brüderpaar den Zuschauer ins Hollywood der 50er Jahre und zieht eine stilsichere Film-Satire auf, die in besten Momenten an ironische Frühwerke wie „The Big Lebowski“ oder „Fargo“ erinnert. Die Story: Schauspiel-Star Whitlock (George Clooney) wird während einer großen Filmproduktion entführt und muss von Eddie Mannix (Josh Brolin) schnellstmöglich aufgespürt werden. Coen-typisch ist bereits der Cast für sich eine Augenweide. U. a. treten nämlich noch Scarlett Johansson, Jonah Hill, Ralph Fiennes und Frances McDormand auf. Unbedingt anschauen!

Richard Linklater präsentiert 2016 die zweite sehenswerte Komödie mit Ausrufezeichen im Titel. In „Everybody Wants Some!!“ verschlägt es Jake (Blake Jenner) an die Universität in Texas, wo er in eine abenteuerliche Wohngemeinschaft gerät. Seine Kommilitonen haben nur Partys, Frauen und Drogen im Kopf, sind im Grunde aber natürlich liebenswerte Kerle. Als Jake schließlich auf Beverly trifft, ist es um ihn geschehen. Unser Tipp für den unterhaltsamen Filmabend mit Freunden.

Sacha Baron Cohen darf 2016 ebenfalls nicht fehlen. In „Der Spion und sein Bruder“ gehört Mark Strong zu den erfolgreichsten Spionen der Welt. Als jedoch plötzlich sein lange vermisster Bruder (Cohen) auf der Matte steht, bekommt er ein Problem. Der ist nämlich ein idiotischer Prolet und sorgt bald für chaotische Verwicklungen. Für Fans von „Borat“ und Co. natürlich ein Muss!

Kein Muss in diesem Jahr ist hingegen „The Boss“ von Ben Falcone. Der Weg von Melissa McCarthy von der reichsten Frau der Welt zur provinziellen Anführerin einer Kinderverkaufsgruppe ist vorhersehbar, erschreckend harmlos und verrät bereits im Trailer seine besten Momente. Überhaupt scheint McCarthy auf dem Weg die Rolle von Kevin James einzunehmen: Durchschnittliche Komödien im Übermaß.

Interessant in diesem Jahr dürfte noch die Tragikomödie „Zeroville“ von James Franco werden, in der ein Student (Franco selbst) versucht, Karriere im turbulenten Filmgeschäft der 1960er Jahre zu machen. Aber Vorsicht: Ein exakter Starttermin ist noch nicht vorhanden und zuvor wurde die Premiere einige Male verschoben!

2015 steht ganz im Zeichen der Animations-Komödie. Mit „Alles steht Kopf“ und „Minions“ stehen gleich zwei Filme an der Spitze der Komödien-Charts, die sich aus den kreativen Töpfen der CGI-Bilderwelten bedienen. Während „Minions“ als Spin-off der „Einfach unverbesserlich“-Filme funktioniert und sich auf das Schaffen der kleinen gelben Helferlinge konzentriert, geht Pixar mit „Alles steht Kopf“ auf die emotionalen Nöte des Erwachsenwerdens ein und personifiziert Gefühle wie Wut oder Freude durch aberwitzige Figuren. Dass bei beiden Filmen Humor und Familiensinn gleichermaßen auf der Tagesordnung steht, versteht sich von selbst. In jedem Falle gilt: Ein Fest für Fans der Animations-Komödie.

In Zeiten der großen Erfolge von „The Big Bang Theory“ darf 2015 eine Geek-Komödie nicht fehlen. Mit „Dope“ liefert Rick Famuyiwa den Überraschungshit des Jahres und lässt seine drei Protagonisten-Nerds gegen ihren Willen ins Drogengeschäft einsteigen. Logisch, dass dabei das Nerd- und das Gangster-Dasein eine groteske Symbiose eingehen, die zum Witzigsten gehört, was das Jahr zu bieten hat.

Für den lakonischen, hintersinnigen Humor ist 2015 mal wieder Woody Allen zuständig, der in „Irrational Man“ Joaquin Phoenix als Philosophie-Dozent auf Sinnsuche schickt und dabei ironisch die Gegebenheiten des Lebens hinterfragt. Schenkelklopfer bleiben hierbei Allen-typisch natürlich aus. Ein wissendes Lächeln ist manchmal eben noch ein bisschen mehr.

Für das skurrile Highlight des Jahres sorgt wenig überraschend eine Komödie aus Dänemark. Anders Thomas Jensen („Dänische Delikatessen“, „Flickering Lights“) lässt Mads Mikkelsen und David Dencik als ungleiches Brüderpaar nach ihrem leiblichen Vater suchen und serviert nach kurzer Anlaufzeit eine groteske Szene nach der anderen. Fans des abstrusen Humors können also schon einmal das Heimkino anwerfen!

Absolutes Komödien-Highlight des Jahres 2014 liefert Regisseur González Inárritu mit „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“. Die schwarze Komödie nimmt die Karriere von Hauptdarsteller Michael Keaton auf die Schippe, der einst als „Batman“-Darsteller seine Glanzzeit erlebte und in „Birdman“ Riggan Thomson mimt, welcher zunehmend Probleme damit bekommt, zwischen Realität und Rollenfigur zu unterscheiden. Der Oscar für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch folgte ein Jahr später.

Die Familien-Komödie des Jahres kommt hingegen aus Frankreich. Regisseur Éric Lartigau zeichnet das bunte Treiben einer gehörlosen Familie nach, die auf die Hilfe der hörenden Tochter Paula angewiesen ist. Als der Vater für das Amt des Bürgermeisters kandidiert und Paula Gesangsunterricht in Paris nehmen will, sind die chaotischen Verwicklungen vorprogrammiert. Wir meinen: Insbesondere für einen lauen Sommerabend bestens geeignet.

Kulinarisch geht es in der stark besetzten Komödie „Kiss the Cook“ zur Sache. Im warmherzigen Film von Jon Favreau (auch Hauptdarsteller) muss Koch Carl seinen ganz eigenen Weg finden, um seinen Traum von der selbstbestimmten Küche zu verwirklichen. Mit dabei: John Leguizamo, Scarlett Johansson, Dustin Hoffman und Robert Downey junior. Bon appétit!

Wer es eher rustikal mag, kommt mit „St. Vincent“ voll auf seine Kosten. In Theodore Melfis Komödie übernimmt ein herrlich schnoddriger Bill Murray die Rolle eines misanthropischen Verlierers, der sich nach und nach mit dem Sohn der Nachbarin (Melissa McCarthy) anfreundet und ihm seine ganz eigenen Weisheiten über das Leben an die Hand gibt. Dabei überzeugt vor allem die kuriose Dynamik, die sich zwischen Hollywood-Urgestein Murray und Jungschauspieler Jaeden Lieberher entwickelt.

Komödien-Geheimtipp 2014 ist allerdings Horror-Satire „Housebound“, in der die kriminelle Protagonisten zu Arrest in einem Spuk-Haus verurteilt wird und unkonventionelle Methoden entwickelt, um den übersinnlichen Gefahren in die Geister-Suppe zu spucken. Schlichtweg: Grandios komisch!

Die wohl populärste Komödie 2013 war „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“. Im typischen Gewand einer Ben-Stiller-Komödie (Hauptdarsteller, Regisseur, Produzent) entwickelt sich ein irrwitziges Abenteuer, das den Protagonisten Walter Mitty auf der Suche nach einem vermissten Foto-Negativ aus seinem ereignislosen Leben reißt – eingebaute Liebesgeschichte und passendes Happy End inklusive.

Mit „Genug gesagt“ sorgt Regisseurin Nicole Holofcener für den Überraschungshit des Jahres und liefert gleichzeitig die stimmigste Hollywood-Beziehungskomödie seit längerer Zeit. Vor allem überzeugend: James „Tony“ Gandolfini, der mit Julia „Seinfeld“ Louis-Deryfuss ein urkomisches Gespann abgibt und ganz nebenbei die Freuden und Leiden der etwas älteren Generation bei der Partnerwahl karikiert. Für uns klar die Wohlfühl-Komödie des Jahres.

Aber auch der Slapstickhumor und die Trashkomik kommen wahrlich nicht zu kurz. Mit „Anchorman 2 – Die Legende kehrt zurück“, „Das ist das Ende“ und „The World’s End“ zeigen nämlich gleich drei Größen des speziellen Untergenres 2013 ihr Können. Während Will Ferrell in „Achorman 2“ abermals in die Fußstapfen den abstrus überzeichneten Reporters Ron Burgundy tritt und ähnlich wie im ersten Teil mit grotesken Szenen für aberwitzige Fremdscham-Momente sorgt, schlägt Seth Rogen (auch Regie) in eine ganz ähnliche Kerbe. In „Das ist das Ende“ geht es gleich einer ganzen Horde Hollywood-Schauspielern (auftretend als sie selbst) an den Kragen. Splatter-Szenen und Meta-Witze über das Film-Geschäft gehören dabei zum guten Ton.

Dritter im Bunde ist Edgar Wright, der gemeinsam mit Simon Pegg und Nick Frost im Stile von „Shaun of the Dead“ aufzieht und eine geplante Sauftour außer Kontrolle geraten lässt. Dabei bleiben keine Kehle und kein Auge trocken. Wir können nur festhalten: 2013 = Komödien-Spektakel pur!