Kriminalfilme

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Regisseur Shane Black serviert 2016 mit „The Nice Guys“ einen ungemein unterhaltsamen Buddy-Kriminalfilm. Ryan Gosling als Privatdetektiv March muss sich mit Raubein Healy (Russell Crowe) zusammentun, nachdem ein Mädchen vermisst gemeldet wurde. Dabei kommen die beiden einer Verschwörung auf die Schliche, die diplomatisches Geschick voraussetzt. Etwas, das Healy nicht gerade im Übermaß besitzt. Logisch, dass die beiden so selbst auf die Abschussliste geraten. Wir sagen: Die schrullige Chemie zwischen Gosling und Crowe sorgt für einige Lacher!

Unser Kindertipp des Genre-Jahres heißt: „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“. In ihrem insgesamt dritten Krimi gehen die beiden Freunde Rico und Oskar an der Ostsee auf Entdeckungstour und kommen dem Rätsel eines verschwundenen Kiesels auf die Spur. Das kindgerechte Abenteuer ist der familienfreundlichste Kriminalfilm des Jahres und etwas für unsere kleinen Cineasten.

Mit Casey Affleck, Chiwetel Ejiofor, Aaron Paul, Kate Winslet und Woody Harrelson im Cast hätten wir uns von „Triple 9“ hingegen etwas mehr erwartet. Die Story um eine Gruppe korrupter Polizisten, die im Auftrag der russischen Mafia ein krummes Ding drehen, haut niemanden so richtig vom Hocker. Dabei enttäuscht insbesondere die Kraftlosigkeit der Inszenierung und das unoriginelle Drehbuch. Wir sagen für Genre-Fans 2016 ganz sicher nicht die allererste Wahl.

Genre-Kenner Denis Villeneuve serviert 2015 mit „Sicario“ einen eindringlichen Drogen-Krimi-Thriller, in dem Emily Blut und Benicio del Toro an die Grenzen der eigenen Moral geraten. Um Drogenboss Manuel Diaz dingfest machen zu können, müssen Blunt als FBI-Agentin und Söldner del Toro ihren eigenen kleinen Krieg anzetteln. Dass zudem Regierungs-Heini Matt Graver (Josh Brolin) seine Finger im Spiel hat, macht die Angelegenheit nicht einfacher. Schließlich verfolgt dieser in erster Linie politische Interessen.

Eine interessante Variation der Sherlock-Holmes-Figur bietet hingegen „Mr. Holmes“. Die Story: Der berühmte Detektiv ist mittlerweile in die Jahre gekommen und hat seinen Detektiv-Job längst an den Nagel gehängt. Gemeinsam mit seiner Haushälterin lebt er zurückgezogen auf seinem Anwesen und hat zunehmend Probleme mit seinem Gedächtnis. In Rückblenden erfährt der Zuschauer schließlich von seinem letzten Fall. Dabei stehen neben den Krimi-Elementen nicht zuletzt die zwischenmenschlichen Beziehungen im Mittelpunkt.

Das argentinische Krimi-Drama „El Clan“ erzählt von Familienvater Arquimedes, der in den 1980er Jahren in finanzielle Nöte gerät. Um seine Familie zu ernähren, beginnt er Entführungen durchzuführen und die Opfer nach der Lösegeldübergabe verschwinden zu lassen. In der Folge beginnt der finanzielle Aufstieg der Familie. Doch die anderen Familienmitglieder kommen bald hinter das Geheimnis der Finanzspritzen – mit unterschiedlichen Konsequenzen.

In „Das ewige Leben“ kehrt der gescheiterte Privatdetektiv Brenner (Josef Hader) in seine Heimatstadt zurück und trifft dort auf alte „Freunde“. Schon bald entspinnt sich eine komplexe Geschichte um Schuld und Verrat, in der nicht zuletzt eine Pistole die Hauptrolle spielt. Der tragikomische Kriminalfilm lebt vom stets ironisch wirkenden Charme des großartigen Josef Hader.

Den etwas anderen Kriminalfilm hat 2014 Regisseur Paul Thomas Anderson im Angebot. In „Inherent Vice“ macht sich der schluffige Privatdetektiv Joaquin Phoenix daran, eine geplante Entführung des Milliardärs Wolfmann zu untersuchen. Doch da der Detektiv auch gerne mal den weichen Drogen frönt, kommt er mit seinen Ermittlungen nicht so recht in die Spur. Bald steckt er selbst mitten im Geschehen und gerät ins Fadenkreuz windiger Gangster.

Wesentlich düsterer geht es im Thriller-Krimi „Nightcrawler“ zu. In Dan Gilroys Film macht es sich Kleinganove Louis Bloom (Jake Gyllenhaal) zur Aufgabe, Aufnahmen von Unfällen an einen Nachrichtensender zu verkaufen. Und wenn gerade nicht der passende Unfall zur Hand ist, muss eben nachgeholfen werden. Wir sagen: Gyllenhaal gibt als abgründiger „Journalist“ eine äußerst eindringliche Figur ab.

In „A Most Violent Year“ kommt Öl-Händler Abel Morales (Oscar Isaac) in die Zwickmühle. Gerade erst hat er einen millionenschweren Deal abgeschlossen. Doch dann werden seine Transporte immer öfter überfallen und seine Fahrer Opfer stumpfer Gewalt. Und als dann auch noch die Behörden Ermittlungen gegen Morales wegen fragwürdiger Geschäftsmethoden anstellen, scheint es, als sei eine handfeste Verschwörung im Gange.

Fans des asiatischen Kinos können sich zudem auf den Genre-Film „Feuerwerk am helllichten Tage“ freuen. Die Story: Cop Zhang Zili arbeitet an einem Mord-Fall und wird nach der misslungenen Festnahme eines Verdächtigen suspendiert. Jahre später gehen die Morde weiter und der mittlerweile dem Alkohol zusprechende Zili beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Der mit Noir-Elementen gespickte Kriminalfilm überzeugt nicht zuletzt durch seine melancholisch-düstere Atmosphäre.

Der Krimi-Thriller „Prisoners“ gehört zu den ganz großen Genre-Filmen des Jahres. Regisseur Denis Villeneuve erzählt die Geschichte der Familien Dover und Birch, die bald um ihre Töchter fürchten müssen. Beim gemeinsamen Thanksgiving-Essen verschwinden Anna Dover und Joy Birch nämlich spurlos und lassen die Familien verzweifelt zurück. Während Detective Loki (Jake Gyllenhaal) die Ermittlungen übernimmt, versucht Keller Dover (Hugh Jackman) die Angelegenheit auf eigene Faust zu regeln und hat schon bald den vermeintlich Schuldigen vor den Fäusten.

Freunde des derben Humors kommen mit der Krimi-Groteske „Drecksau“ voll auf ihre Kosten. Die Story: Der psychisch kranke Cop Bruce Robertson (James McAvoy) ist auf eine Beförderung aus und erhält den Auftrag, die Ermordung an einem japanischen Studenten aufzuklären. Da Robertson aber nicht klar bei Sinnen ist, gerät er von einer brenzligen Situation in die nächste und bald selbst ins Fadenkreuz einer Gang.

Spektakulär geht es ebenfalls in Louis Leterriers „Now You See Me“ zur Sache. Im Krimi-Drama um vier Zauberkünstler (u. a. Jesse Eisenberg), die das FBI zum Narren halten und einen großen Coup planen, geht es zwar mit übersinnlichen Kräften zu, dennoch überrascht der Film mit einem sinnigen Plot, der so machen Twist bereithält.

„Zulu“ von Jérome Saille spielt in Südafrika nach dem Ende der Apartheid und stellt die Ermittlungen von Ali Sokhela (Forest Whitaker) und Brian Epkeen (Orlando Bloom) in den Mittelpunkt, die nach Mordfällen in Kapstadt einer Verschwörung auf die Spur kommen. Wir sagen: Ungemein spannend inszeniert und dabei gesellschaftspolitisch relevant. Eine Mischung, die zum Besten gehört, was das Genre-Jahr zu bieten hat!