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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 6,84 von 10 (239x bewertet)
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Ghost Dog (Forest Whitaker) arbeitet als Auftragskiller für die Mafia und ist gemäß den Regeln der Samurai, die er befolgt, seinem Auftraggeber Louie (John Tormey) ergeben. Als Louie den Befehl erteilt, mit Handsome Frank ein Mitglied der Mafia zu töten, gerät Ghost Dog in Schwierigkeiten. In der Folge will Gangsterboss Ray Vargo (Henry Silva) nämlich Ghost Dog aus dem Weg räumen lassen. Doch die Mafiosi bekommen ihn nicht zu fassen und sehen sich plötzlich einem auf Rache sinnenden Feind gegenüber, der mit seiner Waffe umgehen kann.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Ein pathetisch sinnierender Samurai-Auftragskiller der Mafia? Aha! Nicht gerade helle Mafiosi an der Grenze zur Persiflage? Oha! Ein dünner Plot, der sich über ca. 120 Minuten Spielzeit ausdehnt? Pff! Auf den ersten Blick mag „Ghost Dog“ in der Tat nicht besonders ausgegoren anmuten. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich Jim Jarmuschs Film allerdings als genialer Genre-Mix, der weit davon entfernt ist, als typischer Gangster- oder Mafiafilm durchzugehen. Vielmehr wirkt „Ghost Dog“ wie ein kreativer Bewusstseinsstrom, in dem der Protagonist plakativ und vielschichtig zugleich, die Mafia gleichermaßen blöde und böse und die eigentliche Handlung auf das Nötigste reduziert sein darf.

In diesem Sinne ist der Film also doch irgendwie typisch, typisch Jarmusch nämlich, dessen Werke stets grundlegend sonderbar wie inspirierend anmuten, ohne dabei ins Prätentiöse des Kunstfilms abzudriften. „Ghost Dog“ dürfte – auf die Spitze getrieben – für den leidlich aufmerksamen wie semi-interessierten Zuschauer sogar als „etwas komischer“ Mainstream-Film durchgehen, der sich ungewohnter Stilmittel abseits der üblichen Sehgewohnheiten bedient. So bleibt „Ghost Dog“ mehr noch als jeder andere Film von Jim Jarmusch für das breite Publikum geeignet, das sich an einem etwas anderen Mafia-Film erfreuen will.

Ähnlich wie die von ihm in „Ghost Dog“ verkörperte Figur gehört Forest Whitaker fraglos zu den eher eigenwilligen Vertretern seiner Zunft. Denn ein Blick in seine Filmografie verrät, dass der Texaner trotz seines Oscar-Triumphes im Jahre 2007 für „Der letzte König von Schottland“ nichts an seiner Rollenauswahl verändert hat – inklusive Engagements in TV-Serien. Respekt!


Daten:

USA 1999, 116 Minuten, FSK: 16
Regie: Jim Jarmusch
Genre: Action | Krimi | Drama | Thriller
Darsteller: Forest Whitaker, John Tormey, Cliff Gorman, uvm.


Für Fans von:

Ip Man, Night on Earth, Down by Law


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,5 von 10
moviepilot.de: 7,3 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Er will damit sagen, dass der Kerl ein Nigger ist!“

„Nimm dieses Buch, lies es. Tu mir nur einen Gefallen, komm zurück, und sag mir wie du es gefunden hast.“

„Nach den Worten der Ahnen soll man seine Entscheidungen innerhalb von sieben Atemzügen treffen.“



Auszeichnungen:

  • Nominiert für die Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1999
  • Eine Nominierung für den César 2000
  • Eine Nominierung beim Independent Spirit Award 2001



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Jim Jarmusch (Auszug):

1980: Permanent Vacation
1982: Stranger Than Paradise
1991: Night on Earth
1993: Coffee and Cigarettes
1995: Dead Man
2005: Broken Flowers
2009: The Limits of Control