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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 6,32 von 10 (69x bewertet)
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Ricky (Al Pacino), Dave (Ed Harris) und George (Alan Arkin) fristen ihr Dasein als mäßig erfolgreiche Immobilienmakler. Als ihr Boss einen Verkaufswettbewerb ausschreibt, ist das Entsetzen groß. Der schlechteste Verkäufer soll nämlich entlassen werden. Schließlich versuchen die Makler, an die Liste potenzieller Käufer zu kommen, die im Büro ihres Chefs unter Verschluss gehalten wird. Zudem müssen sie sich mit dem übermütigen Blake (Alec Baldwin) herumschlagen, der keine Gelegenheit auslässt, um für schlechte Stimmung zu sorgen. Der Stress macht bald allen Maklern schwer zu schaffen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Gelungene Theaterstücke in einen sehenswerten Film umzumünzen, gehört nicht unbedingt zu den leichtesten Fingerübungen Hollywoods. Dass David Mamets Stück „Glengarry Glen Ross“ abseits der Theaterbühne auch auf der großen Kinoleinwand funktioniert, ist vor allem dem großartig aufgelegten Cast zu verdanken. Mit Al Pacino, Ed Harris, Alan Arkin, Alec Baldwin, Jack Lemmon und Kevin Spacey verfügt der Film nämlich gleich über eine ganze Vielzahl herausragender Mimen, welche die durchaus konservative Inszenierung dank gemeinschaftlicher Spielfreude vor signifikanten Durchhängern bewahren. Dennoch mutet James Foleys Film nicht wie ein gängiges Ensemble-Drama an, sondern kommt vielmehr im Gewand eines andauernden Dialogs daher, in dem die bekannten Schauspieler-Gesichter für wesentlich mehr stehen, als bloße Cameo-Atmosphäre zu versprühen.

Ferner soll angemerkt sein, dass der Film wohl kaum den Nerv des breiten Kino-Publikums treffen dürfte. Angesichts der (für so manchen Filmfreund sicherlich befremdlichen) Dialoglastigkeit und der angestaubten Inszenierung hat der Film heutzutage nämlich den Anstrich eines 90er-Jahre-Zeitzeugnisses und muss unter dieser Berücksichtigung bewertet werden. „Glengarry Glen Ross“ ist daher vor allem jenen Cineasten zu empfehlen, die auch schon mal ins Theater gehen, ohne gleich schnarchend vornüber aus dem Sitz zu kippen.

Obwohl der Film Zeit seines Erscheinens von den Kritikern wohlwollend aufgenommen wurde, blieb das übermäßige Klingeln an den Kino-Kassen trotz des namhaften Casts aus. So manche Filmperle ist eben nicht für jeden gemacht.


Daten:

USA 1992, 96 Minuten, FSK: 12
Regie: James Foley
Genre: Drama
Darsteller: Al Pacino, Jack Lemmon, Alec Baldwin, uvm.


Für Fans von:

Nixon, Insider, The Ides of March


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,9 von 10
moviepilot.de: 8,1 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5


Auszeichnungen:

  • Eine Nominierung bei den Oscars 1993
  • Eine Nominierung bei den Golden Globe Awards 1993
  • Eine Nominierung bei dem Deauville Film Festival 1992



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von James Foley:

1984: Jung und rücksichtslos
1986: Auf kurze Distanz
1987: Who’s That Girl?
1990: After Dark, My Sweet
1995: 25 Cents
1996: Fear – Wenn Liebe Angst macht
1996: Die Kammer
1999: Corruptor – Im Zeichen der Korruption
2003: Confidence
2007: Verführung einer Fremden