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Für Kriegsveteran und Rassist Walt Kowalski (Clint Eastwood) ist die Welt nicht mehr die selbe. Seine Frau ist gestorben, seine Wohngegend in den Händen krimineller Jugendbanden und die Söhne sind ihm keine Hilfe. Als der mit seiner asiatischen Familie ins Nachbarhaus eingezogene Thao (Bee Vang) versucht, Kowalskis 72er Ford Gran Torino zu stehlen, sieht sich dieser in seinen Vorurteilen zunächst bestätigt. Mit der Zeit aber nimmt Kowalski den Jungen unter seine Fittiche und setzt für ihn letztendlich sogar sein Leben aufs Spiel.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

So manche sagen, Clint Eastwood sei einer der begabtesten lebenden Regisseure Hollywoods, andere behaupten hingegen, es verhalte sich vielmehr gegenteilig. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit in der Mitte, was schließlich meistens der Fall ist. Jedenfalls reiht sich „Gran Torino“ ohne weiteres in die Riege schnörkellos gedrehter Filme ein, so wie es eben Eastwoods Art ist. Ein Baum ist eben ein Baum, ein Haus eben ein Haus – eine Stringenz, die allein schon für sich bemerkenswert ist, steht man denn dazu wie Clint es sich immer wieder aufs Neue traut.

Die Saulus zu Paulus-Geschichte des rassistischen Kowalskis berührt vor allem durch das ehrliche Spiel Eastwoods, das oftmals nah an die Grenze der – wie man so sagt – politischen Korrektheit heranreicht, aber niemals seinen rüden Charme verliert. Überhaupt scheint der Charakter Kowalskis ein zusammengeführtes Abbild verschiedenster Figuren zu sein, die Eastwood einst berühmt machten. Im – zu Recht – pathetischen Ende löst der Regisseur sich schließlich von seinem Protagonisten und legt das über viele Jahrzehnte aufgebaute Image des wortkargen Einzelgängers endgültig zu den Akten. Es scheint doch so, als habe Eastwood es vor allem im Sinn gehabt, seinen Abschied als Schauspieler zu zelebrieren, und mehr im Vorbeigehen einen seiner besten Filme gedreht. Und wie man schon am Beispiel Mickey Rourkes in „The Wrestler“ gesehen hat, ist man eben immer dann am besten, wenn es doch eigentlich um einen selbst geht.


Daten:

USA 2008, 116 Minuten, FSK: 12
Regie: Clint Eastwood
Genre: Drama
Darsteller: Clint Eastwood, Bee Vang, Ahney Her, uvm.


Für Fans von:

96 Hours, Die Verurteilten, Fight Club


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,4 von 10
moviepilot.de: 8 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


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Filmzitate:

„Schon mal bemerkt, dass man ab und zu vor jemandem steht, dem man besser nicht blöd kommt? … So einer bin ich.“

„Ich halte sie für einen 27 jährigen, jungfräulichen Streber! Der abergläubischen, alten Frauen das Händchen hält und ihnen das ewige Leben verspricht.“



Auszeichnungen:

  • „David di Donatello“ für den besten ausländischen Film
  • Auszeichnung vom American Film Institute als einer der 10 besten Filme 2008



Weitere Filme von Clint Eastwood (Auszug):

2003: Mystic River
2003: Piano Blues
2004: Million Dollar Baby
2006: Flags of Our Fathers
2006: Letters from Iwo Jima
2008: Der fremde Sohn
2009: Invictus – Unbezwungen
2010: Hereafter – Das Leben danach
2011: J. Edgar