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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,95 von 10 (249x bewertet)
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Der vom Tod faszinierte Teenager Harold trifft bei seinem Hobby, fremden Begräbnissen beizuwohnen, auf die gleichgesinnte 79-jährige Maude, mit der er eine enge und nicht nur platonische Freundschaft eingeht, die mit dem geplanten Selbstmord Maudes an ihrem achtzigsten Geburtstag endet. Der Regisseur Hal Ashby schafft es, das Drehbuch Colin Higgins’ sensibel und ohne jegliche Sensations-Heischerei mit farblich und inhaltlich sehr gut ausbalancierten Bildern umzusetzen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Dabei treten die bedachten und in ihrer geringen Anzahl auf den Punkt gebrachten Dialoge hinter die ausdrucksstarke Bildsprache, die von der teilweise eigens für den Film produzierten Musik Cat Stevens‘ unterstützt wird. Die in „Harold und Maude“ gewählte Art der Behandlung des Themas der Endlichkeit und der Liebe zwischen zwei Menschen ist in ihrer Zartheit anrührend, jedoch ohne dem Kitsch zu verfallen. Dies ist sicherlich auch Ruth Gordon (Maude) und Bud Cort (Harold) zu verdanken, denen es gelingt, eine unglaublich authentische Nähe sowohl untereinander als auch dem Zuschauer gegenüber zu erzeugen. Auch an Humor mangelt es dem Film trotz des ernsten Sujets nicht. So kauft sich Harold beispielsweise einen Leichenwagen als erstes eigenes Auto und versucht, die von seiner Mutter ausgewählten potentiellen Ehefrauen mit gespielten Suizidversuchen zu vergraulen. Ein ruhiger Film, der gleichzeitig angenehm nachdenklich stimmt.


Daten:

USA 1971, 91 Minuten, FSK: 12
Regie: Hal Ashby
Genre: Komödie | Romanze
Darsteller: Ruth Gordon, Bud Cort, Vivian Pickles, uvm.


Für Fans von:

Sterben für Anfänger, Die Reifeprüfung, Wilbur Wants to Kill Himself


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,1 von 10
moviepilot.de: 7,8 von 10
Filmstarts.de: 10 von 10


Filmzitate:

„Jeder hat das Recht, einen Narren aus sich zu machen.“

„Es ist besser wenn man nicht zu moralisch ist, dabei entgeht einem zu viel im Leben.“

„Viele kleine Jungen haben das Bedürfnis mit iher Mutter zu schlafen. Was mich aber verwundert ist, dass du das Bedürfnis hast mit deiner Großmutter zu schlafen.“

„Ich finde aber jeder sollte ein bisschen Musik machen können, das ist der Tanz des Kosmos!“



Auszeichnungen:

  • Der Film erhielt 2 Golden-Globe-Nominierungen in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin und Bester Hauptdarsteller in einer Komödie
  • 1974: Hauptpreis des Filmfestivals Semana Internacional de Cine de Valladolid



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Weitere Filme von Hal Ashby:

1970: Der Hausbesitzer
1973: Das letzte Kommando
1975: Shampoo
1976: Dieses Land ist mein Land
1976: Coming Home – Sie kehren heim
1979: Willkommen Mr. Chance
1980: Herz aus zweiter Hand
1981: Rocks Off – The Rolling Stones US-Tour ’81
1982: Zwei in der Tinte
1985: Die Frau des Profis
1986: 8 Millionen Wege zu sterben