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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,23 von 10 (275x bewertet)
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Kriegsveteran Harry Brown (Michael Caine) lebt in London inmitten eines Problemviertels und bekommt es tagtäglich mit Mitgliedern von Jugendbanden zu tun. Auch sein alter Kumpel Leonard (David Bradley) klagt über die Verhältnisse innerhalb des Viertels und fühlt sich bedroht. Als Leonard schließlich ermordet aufgefunden wird, nimmt Harry das Gesetz in die eigene Hand. Er begibt sich auf die Suche nach den Tätern und verstrickt sich zunehmend in handfeste Auseinandersetzungen. Bald weiß er sich nicht mehr anders zu helfen, als der Gewalt mit brutaler Gegengewalt zu begegnen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Ein kantiger Rentner, der es in seinem heruntergekommenen Stadtviertel mit einer Jugendbande aufnimmt und dabei vor Selbstjustiz nicht zurückschreckt? Assoziationen mit Clint Eastwoods „Gran Torino“ liegen da natürlich nahe, treffen bei genauerer Betrachtung jedoch nur bedingt ins Schwarze. Denn während „Gran Torino“ vornehmlich als selbstreflexives Eastwood-Vehikel funktioniert, steht „Harry Brown“ eher in der Tradition der schnauzbärtigen US-Rache-Streifen der 70er Jahre. Dabei treten gesellschafts-politische Intentionen ähnlich weit in den Hintergrund wie die detailgetreue Charakterisierung der effektiven Lebensumstände in einem Brandherd Londons. In diesem Sinne ist „Harry Brown“ von klassischer Natur, zumal sich der Film auf die Konsequenzen des Rache-Gedankens fokussiert, der sich innerhalb des Protagonisten entwickelt. Daniel Barbers Kino-Debüt dürfte demnach vor allem jenen Kino-Fans in die Karten spielen, die etwas mit einem harten, stark gespielten Rache-Thriller anfangen können, in dem es vor allem in der zweiten Hälfte durchaus erinnerungswürdig zur Sache geht. Alt-Star Michael Caine zumindest hat es lange schon nicht mehr so krachen lassen.

Assoziationsfreudige Cineasten werden bei „Harry Brown“ fraglos auf den Gedanken verfallen, der Film habe sich neben den erwähnten Anleihen bei Eastwood und Bronson nicht nur wegen des Titels auch beim Blaxploitation-Klassiker „Foxy Brown“ bedient. Bei derart bedeutsamen Vorbildern ist es demnach kein Wunder, dass „Harry Brown“ zu den sehenswertesten Filmen gehört, die es in den vergangenen Jahren über den Ärmelkanal nach Deutschland geschafft haben.


Daten:

England 2009, 103 Minuten, FSK: 16
Regie: Daniel Barber
Genre: Crime | Drama | Thriller
Darsteller: Michael Caine, Emily Mortimer, Charlie Creed-Miles, uvm.


Für Fans von:

Gran Torino, The Guard, Layer Cake


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,5 von 10
moviepilot.de: 6,2 von 10
Filmstarts.de: 3 von 5


Filmzitate:

„Ich lass mir das nicht länger gefallen.“

„Wenn Sie mich fragen tut uns Harry Brwon einen riesen Gefallen.“

„So etwas passiert, wenn man seine Waffe nicht ordentlich pflegt.“



Auszeichnungen:

  • Nominierung: Bester Darsteller bei den Empire Awards 2010



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