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Vinz (Vincent Cassel), Hubert (Hubert Koundé) und Saïd (Saïd Taghmaoui) wohnen in einem Vorort von Paris und erleben die Krawalle zwischen der Polizei und den Einwohnern am eigenen Leibe mit. Als Vinz die Pistole eines Polizisten findet, schwört er für den von einem Polizisten schwer verletzten Abdel Rache. Nach einem ereignisreichen nächtlichen Streifzug durch Paris, während dem Hubert und Saïd u. a. festgenommen und schikaniert werden, gerät Vinz am Morgen darauf an einen Polizisten, der ihn mit vorgehaltener Waffe bedroht. Der Hass nimmt überhand.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Mathieu Kassovitz hat sich als Regisseur in letzter Zeit wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Filme wie „Gothika“ oder „Babylon A.D.“ gehören zweifellos nicht zu den großen Highlights der letzten Jahre. Wäre er doch nur bei anspruchsvolleren Independent-Produktionen geblieben, anstatt sich mit sinnfreiem Hollywood-Kino eine goldene Nase zu verdienen – zumindest hätte es den Zuschauer gefreut. Denn mit seinem Frühwerk „Hass“ hat Kassovitz den wohl besten französischen Film der 90er gedreht, der bis heute nichts von seiner unerbittlichen Härte und Präzision eingebüßt hat, mit der er das trostlose Dasein seiner Protagonisten schildert.

In atmosphärischen Schwarz-Weiß-Bildern wird die Hoffnungslosigkeit einer jungen französischen Genereration eingefangen, für die das Leben allein aus Gewalt, Drogen und allgegenwärtigem Hass besteht. Doch anstatt sich mit dokumentarischem Ernst dieser Welt zu nähern, schildert der Film die Geschehnisse aus der subjektiven Sicht der drei Protagonisten, was ausreichend Platz für mal derben, mal skurrilen Humor lässt.

„Hass“ ist Arthaus-Kino pur. Kompromisslos, hart und eigenwillig. Es versteht sich daher von selbst, dass der Film kein breites Publikum erreicht und sich vielmehr auf den guten Geschmack interessierter Cineasten verlassen muss. So sei „Hass“ allen empfohlen, die sich tatsächlich mit Filmen auseinandersetzen, anstatt sich vom mehr als öden Hollywood-Einheitsbrei berieseln lassen zu wollen. Aber mit „Gothika“ oder „Babylon A.D.“ hat Mathieu Kassovitz ja auch in dieser Kategorie so einiges zu bieten.


Daten:

Frankreich 1995, 96 Minuten, FSK: 12
Regie: Mathieu Kassovitz
Genre: Krimi | Drama
Darsteller: Vincent Cassel, Hubert Koundé, Saïd Taghmaoui, uvm.


Für Fans von:

American History X, Gran Torino, Hooligans


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,1 von 10
moviepilot.de: 7,2 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!“

„Die Mehrheit der Bullen ist nicht dazu da euch zu veprügeln, sondern euch zu beschützen!- Ja.. und wer beschützt uns dann vor dem Rest?“

„Ein guter Skin ist ein toter Skin.“

„Am schwersten ist es aufzuhören, bevor es blutig wird!“



Auszeichnungen:

  • 1995: Auszeichnung für den besten Regisseur beim Filmfestival in Cannes
  • César für den besten Film
  • Europäischer Filmpreis in der Kategorie Young European Film of the Year



Hass bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Mathieu Kassovitz:

1993: Lola liebt’s schwarzweiß
1997: Assassin
2000: Die purpurnen Flüsse
2003: Gothika
2008: Babylon A.D.