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Kathy (Jennifer Connelly) hat Alkoholprobleme und lebt zurückgezogen in einem kleinen Haus in Kalifornien. Als sie aufgrund bürokratischer Ungereimtheiten gezwungen wird, aus dem Haus ausziehen, beginnt eine persönliche Fehde mit dem Iraner Amir Behrani (Ben Kingsley), der das Gründstück kostengünstig erwirbt und versucht, mit seiner Familie ein neues Leben anzufangen. Während Kathy darum kämpft, das Wohnrecht zurückzuerhalten, muss Amir einsehen, dass sich der Amerikanische Traum nicht für jeden erfüllt. Schließlich wirken sich die jeweiligen persönlichen Enttäuschungen auf den Streit um das Haus aus – und führen zu einer Katastrophe.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Streitigkeiten um eine Immobilie gehören gewiss nicht unbedingt zu den populärsten Themen, die in den Köpfen der Hollywood-Drehbuch-Schreiberlinge herumflattern. Dass Vadim Perelmans „Haus aus Sand und Nebel“ auf einer (gleichnamigen) Romanvorlage basiert, dürfte daher nur die wenigsten überrascht vom Stuhl kippen lassen. Schließlich kommt es nicht gerade selten vor, dass sich die als Vorhut betätigende Literatur durch dschungelartiges Gelände schlagen muss und dem nachzuckelnden Film damit sein Dasein erleichtert. Im Falle von Perelmans Überraschungserfolg können alle Cineasten jedenfalls nur froh sein, dass Roman und Film ihre Wege gegangen sind.

„Haus aus Sand und Nebel“ gehört nämlich schlichtweg zu den fesselndsten Hollywood-Dramen des letzten Jahrzehnts. Die an sich durchaus triviale Grundlage eines Immobilienstreites nutzt Regisseur Perelman für eine kammerspielartige Offenlegung zweier verzweifelter Existenzen, die mit ihrem Leben nicht zu Rande kommen und sich in ihrer Verzagtheit gegenseitig zusetzen. Dabei überrascht insbesondere die für eine Hollywood-Produktion ungewöhnlich düstere Darstellung der Auseinandersetzung, welche den Film zu einem unbequemen Exemplar des Genres werden lässt. Wer sich mit bedrückenden Bildern und ernsthaft-existenziellen Problemen nicht auseinandersetzen will, der sollte daher von „Haus aus Sand und Nebel“ lieber Abstand nehmen. Auf alle anderen hingegen wartet ein Drama, das nicht zuletzt aufgrund der virtuosen Vorstellung von Ben Kingsley eine Kraft entwickelt, die es selbst in der stets mit der Machete bewaffneten Literatur eher selten zu bestaunen gibt.


Daten:

USA 2003, 126 Minuten, FSK: 12
Regie: Vadim Perelman
Genre: Drama
Darsteller: Jennifer Connelly, Ben Kingsley, Ron Eldard, uvm.


Für Fans von:

You Kill Me, Babel, Little Children


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,6 von 10
moviepilot.de: 7,6 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Heute hat Gott unsere Augen geküsst.“



Auszeichnungen:

  • Drei Nominierungen bei den Oscars 2004
  • Eine Auszeichnung und zwei Nominierungen bei den Independent Spirit Awards 2004
  • Eine Auszeichnung bei den Los Angeles Film Critics Association Awards 2004



Haus aus Sand und Nebel bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Vadim Perelman:

2007: Das Leben vor meinen Augen