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Wissenschaftler Ian (Michael Pitt) ist mit einer Abhandlung über die Evolution des Auges beschäftigt. Als er Sofi (Astrid Berges-Frisbey) begegnet, verliebt er sich in sie und geht eine leidenschaftliche Beziehung mit ihr ein. Doch schon bald kommt Sofi bei einem Unfall ums Leben und Ian fällt in tiefe Depression. Jahre später hat er sich ein neues Leben aufgebaut, doch die Erinnerungen an Sofi lassen ihn nicht los. Schließlich erfährt er von einem Iris-Scan, der ergeben hat, dass ein indisches Mädchen Sofias aufgezeichnete Iris-Struktur aufweist. Neugierig begibt er sich auf die Suche.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Die einfache Rechnung lautet wohl: Wer Filme wie Darren Aronofskys „The Fountain“ mag, wird etwas mit „I Origins“ anfangen können. Wer hingegen nichts für ambitionierte Sinnspiele à la „The Fountain“ übrig hat, der wird mit Mike Cahills Film aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf einen grünen Zweig kommen. Fertig ist das Fazit. Dass Michael Pitt und Astrid Berges-Frisbey in ihren durchaus anspruchsvollen Rollen glänzen, dürfte da nicht weiter an bestehenden Cineasten-Weltbildern rütteln. Schließlich interessiert sich „I Origins“ für die ganz großen Fragen des Lebens, nimmt den Wettkampf zwischen Wissenschaft und Religion aufs Korn und befindet sich damit fernab jeglicher Argumentationsstrategie.

Dass das (ebenfalls) von Mike Cahill verfasste Drehbuch dabei nicht den gängigen Hollywood-Klischees entspricht, mag für so manche Irritationen verantwortlich sein. Warum eine halb erzählte Liebesgeschichte mit wissenschaftlich-esoterischer Thematik wohl zu den wichtigsten Filmen des (kleinen) US-amerikanischen Kinos zählt ebenso. So bleibt es, wie es ist. „I Origins“ wird keinen abgeneigten Cineasten überzeugen – und alle Interessierten mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die Übersinnlichkeit der Liebe begeistern. Wir können daher nur den Film-Hut vor Mike Cahill ziehen, der wie gehabt seinen cineastischen Weg geht, ohne sich am Mainstream zu orientieren. Bei aller Zwiespältigkeit ist „I Origins“ demnach ein Film, wie er zu sein hat: Ein echtes Projekt des Herzens.



Daten:

USA 2014, 113 Minuten, FSK: 12
Regie: Mike Cahill
Genre: Drama | Romanze | Sci-Fi
Darsteller: Michael Pitt, Brit Marling, Astrid Bergès-Frisbey, uvm.


Für Fans von:

Interstellar, 21 Gramm, The Tree of Life


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7.3 von 10
moviepilot.de: 6.9 von 10
Filmstarts.de: 3.5 von 5


Filmzitate:

„Kennst du das Gefühl, wenn du jemanden trifft, der diese Leere in dir füllt, und der dann, wenn er gegangen ist, diese Leere so quälend und schmerzlich hinterlässt?“

„Warum willst du ausgerechnet die Existenz von Gott wiederlegen?“

„Woher kommst du? – Von einem anderen Planeten…?“



Weitere Filme von Mike Cahill:

2003: Crittercam
2004: Boxers and Ballerinas
2005: Leonard Cohen: I’m Your Man
2007: Bear Island
2011: Another Earth