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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,10 von 10 (284x bewertet)
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1960. Als der kleine Calogero (Francis Capra) mit ansieht, wie der Mafioso Sonny (Chazz Palminteri) einen Mann auf offener Straße erschießt, und anschließend von der Polizei befragt wird, schweigt er über den Tathergang. In der Folge nimmt sich Sonny des Jungen an und wird zum Ärger von Calogeros Vater (Robert De Niro) über die Jahre zum Ziehvater des Heranwachsenden. Als der 17-jährige Calogero (Lillo Brancato) sich in die afroamerikanische Jane (Taral Hicks) verliebt, gerät er in Zeiten von Rassenunruhen zwischen alle Fronten.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Robert De Niros Regiedebüt ist eine Mischung aus einem Mafiafilm von Martin Scorsese und einem ambitionierten Sozialdrama, das sich mit den Rassenkonflikten des Amerikas der 60er Jahre beschäftigt. Genauso funktioniert der Film als ungemein unterhaltsames Coming-of-Age-Drama im Mafia-Milieu Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Aber egal wie man es dreht und wendet: „In den Straßen der Bronx“ ist und bleibt mehr als sehenswert.

Denn De Niros konservativer Erzählstil macht so viel Spaß, dass der Film auch ohne Mafia-mäßige Schießereien keine Langeweile aufkommen lässt. Besonders erwähnenswert ist zudem das großartige Spiel des jungen Francis Capra, der den Film zu Beginn auf seinen schmalen Schultern trägt und seiner Figur eine Authentizität verleiht, wie sie selten von Kinderdarstellern erzeugt werden kann. Ebenso überzeugt Chazz Palminteri als Don seines Bezirks, der sich liebevoll um seinen Zögling kümmert, ohne dabei etwas von der bedrohlichen Ausstrahlung einzubüßen, die von seinem Wesen ausgeht.

Der einzige Vorwurf, den man „In den Straßen der Bronx“ machen könnte, ist der, dass die Spielzeit ein wenig zu kurz geraten ist. Zuweilen nimmt sich der Film nämlich nicht die Zeit, um die Verstrickungen, in die der Protagonist gerät, in gebotener Ausführlichkeit darzulegen. Aber auch so sei der Film jedem Interessierten empfohlen, schließlich gibt es kein größeres Kompliment für einen Film als den Vorwurf, dass knapp 120 Minuten vielleicht ein bisschen
zu wenig sind.


Daten:

USA 1993, 120 Minuten, FSK: 12
Regie: Robert De Niro
Genre: Krimi | Drama
Darsteller: Lillo Brancato, Robert De Niro, Chazz Palminteri, uvm.


Für Fans von:

Donnie Brasco, GoodFellas, Die Unbestechlichen, Carlito’s Way


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,7 von 10
moviepilot.de: 6,8 von 10


Filmzitate:

„Vergiss nicht das traurigste auf der Welt ist ein verschwendetes Talent. Du kannst noch so viel Talent haben, aber wenn du es falsch einsetzst, geht es kein Schritt weiter. Aber wenn du´s richtig einsetzst, na rate mal, die tollsten dinge passieren.“

„“Man sagte ihm nach, dass alles, was er anfasste, sich in Scheiße verwandelte. Wenn er zum Rennen ging, gaben ihm die Buchmacher seine Wettscheine immer schon fertig zerrissen.“

„Ein Mann kriegt nur 3 tolle Frauen in seinem Leben. Die tauchen auf wie ganz tolle Boxer, vielleicht einmal in 10 Jahren, Rocky Marciano, Sugar Ray Robinson, Joe Louis, und manchmal alle 3 auf einmal, wie bei mir. Ich hatte meine 3 Frauen mit 16. Kann auch passieren. Was will man machen?“



Auszeichnungen:

  • Chazz Palminteri gewann bei den Sant Jordi Awards 1996 einen Preis als bester ausländischer Schauspieler



In den Straßen der Bronx bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Robert De Niro:

2006: Der gute Hirte