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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 8,57 von 10 (2.176x bewertet)
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Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist kein gewöhnlicher Dieb. Sein Diebesgut sind nämlich geheime Gedanken, die er Menschen während des Schlafes entzieht. Doch als Cobb während eines Gedanken-Diebstahls von Geschäftsmann Saito (Ken Watanabe) erwischt wird, hat er ein Problem. Saito zwingt Cobb, bei seinem Konkurrenten Robert Fischer (Cillian Murphy) einen Gedanken einzupflanzen, der dazu führt, dass Saitos Unternehmen einen Vorteil daraus gewinnt. Es entspinnt sich ein wahnwitziges Abenteuer, das Cobb und seine Crew in die surrealen Abgründe des Unterbewusstseins führt – die Grenze zwischen Realität und Traumwelt ist längst überschritten.

Christopher Nolans „Inception“ hat gleichermaßen bei Publikum und Kritikern großen Anklang gefunden. Das breite Publikum lobt den immensen Unterhaltungswert, die Kritiker überhäufen das Werk mit Belobigungen angesichts der erstaunlichen Symbiose von Mainstream-Kino und anspruchsvoller Grundthematik. Und tatsächlich ist „Inception“ in dieser Hinsicht eine Besonderheit. Denn trotz eines riesigen Budgets, namhafter Schauspieler und der nach „The Dark Knight“ geradezu unmenschlichen Erwartungshaltung geht der Film seine ganz eigenen Wege. Das Cyber-Abenteuer geizt nämlich nicht mit einer ganzen Reihe von interessanten Fragen, die dem sonst so genügsamen Mainstream-Publikum das Popcorn aus den Händen fallen lässt. Denn spätestens, wenn Cobb durch die verschiedenen Traumebenen Fischers spaziert, dürfte dem geneigten Michael Bay-Fan das Hirn aus den Ohren quellen. Ebenso sei der fantastische Cast erwähnt, der u. a. mit Michael Caine und Joseph Gordon-Levitt in Nebenrollen mehr als überzeugt, zumal Leonardo DiCaprio seinem Image als jünglingshafter Mädchenschwarm längst entwachsen ist.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Trotz zuweilen rücksichtsloser Entfaltung ist „Inception“ etwas für die breite Masse und leidet in keinem Falle unter Arthaus-Allüren. Denn Nolan versteht es durchaus, seinen Film auf verschiedensten Ebenen funktionieren zu lassen, wodurch auch der handelsübliche Kino-Gänger auf seine Kosten kommt. Wer nicht genug von der „Traumwelt-Thematik“ bekommen kann, dem sei darüber hinaus „Strange Days“ von Kathryn Bigelow empfohlen, der wie „Inception“ zu den Größen seines Genres gehört.


Daten:

USA 2010, 148 Minuten, FSK: 12
Regie: Christopher Nolan
Genre: Action | Mystery | Sci-Fi | Thriller
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Marion Cotillard, Ellen Page, uvm.


Für Fans von:

Butterfly Effect, Avatar, Watchmen, eXistenZ


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 9,1 von 10
Filmstarts.de: 5 von 5
moviepilot.de: 8,4 von 10


Filmzitate:

„Während man träumt, fühlt sich alles real an. Das irgendwas merkwürdig war erkennen wir erst, wenn wir wieder aufgewacht sind.“

„Ein Gedanke ist wie ein Virus, resistent, hochansteckend und die kleinste Saat eines Gedanken kann wachsen. Er kann dich aufbauen oder zerstören.“

„Angst von großen Dingen zu träumen?“



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Weitere Filme von Christopher Nolan:

1998: Following
2000: Memento
2002: Insomnia
2005: Batman Begins
2006: Prestige – Die Meister der Magie
2008: The Dark Knight