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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,49 von 10 (912x bewertet)
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Lt. Aldo Raine (Brad Pitt) formt während des zweiten Weltkrieges eine Eliteeinheit, die in Deutschland hinter feindlichen Linien gezielt Nazis ausschalten soll. Nachdem erste Anschläge gelingen, wird Raines Truppe als „Die Bastarde“ bekannt. Bald reift der Plan, die Nazi-Führer auszuschalten, um Deutschland so zum Sturz zu bringen. Gemeinsam mit Agentin Bridget von Hammersmark (Diane Krüger) begeben sich die Verschwörer nach Paris. Dort treffen sie auf Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent), die ihre ganz eigenen Rachepläne verfolgt, nachdem ihre Familie von SS-Mann Hans Landa (Christoph Waltz) ermordet wurde.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Tja. Da staunte man nicht schlecht, als das erste Mal bekannt wurde, Quentin Tarantino nehme sich einen Kriegsfilm vor. Heute wissen wir allerdings, dass „Inglourious Basterds“ so einiges ist, aber kein handelsübliches Kriegsgemälde. Zum Staunen ist Tarantinos sechster Kinofilm aber dennoch. Denn nach dem eher enttäuschenden „Death Proof“ hat sich der Kino-Innovator der 90er Jahre noch einmal berappelt und mit „Inglourious Basterds“ zum Ende des vergangenen Jahrzehnts einen raus gehauen. Mit ellenlangen, gewohnt pointierten Dialogen überlässt der „King of Cool“ nichts dem Zufall. Die Handlung um die Nazi-jagenden „Basterds“ tritt dabei weitestgehend in den Hintergrund. Vielmehr labt sich der Film an sich selbst und zieht sich genüsslich in die Länge – ohne dabei auch nur einen Funken Unterhaltungswert einzubüßen. „Inglourious Basterds“ dürfte angesichts der Handlungsarmut allerdings nicht für jeden geeignet sein. Der Film ist seit „Pulp Fiction“ nämlich Tarantinos größtes Abenteuer.

Damit der Film seine Betriebstemperatur erreichen kann, sei jedem dringend empfohlen, die englische Originalfassung anzuschauen. In der deutschen Fassung gehen nämlich die sprachlichen Eigenheiten der jeweiligen Figuren verloren, was in diesem Fall unweigerlich dazu führt, dass der Film seine spezielle Atmosphäre einbüßt. Und da schließlich diese Atmosphäre das größte Gut von „Inglourious Basterds“ ist, wirkt der Film in seiner synchronisierten Fassung seltsam blutleer. In diesem Sinne: Falls nötig, Untertitel einschalten – und genießen.


Daten:

USA, Deutschland 2009, 148 Minuten, FSK: 16
Regie: Quentin Tarantino, Eli Roth
Genre: Abenteuer | Drama | Krieg
Darsteller: Brad Pitt, Mélanie Laurent, Christoph Waltz, uvm.


Für Fans von:

Gran Torino, Männer, die auf Ziegen starren, Tropic Thunder


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8.3 von 10
moviepilot.de: 8,0 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Aber dein Status als Nazikiller ist noch der eines Amateurs. Und wir wollten dich fragen, ob du Profi werden willst.“

„Ich weiß, dass das eine dumme Frage ist, schon bevor ich sie stelle, aber sprecht ihr Amerikaner irgendeine andere Sprache?“

„Ich stamme in direkter Linie von dem alten Trapper Jim Bridger ab. Das heißt, in mir steckt ein halber Indianer. Und unser Schlachtplan lehnt sich an den Widerstand der Apachen an.“

„Wenn du in deinen Leben also nochmal ein Sauerkraut-Sandwich essen willst,… dann äh… zeig mir auf der Karte hier wo die Bande steckt.“



Auszeichnungen:

  • Der Film wurde insgesamt für 8 Oscars nominiert, wobei letztlich Christoph Waltz mit dem Oscar für die beste Nebenrolle ausgezeichnet wurde
  • Der Film wurde zudem bei den Filmfestspielen von Cannesfür die Goldene Palme nominiert



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Weitere Filme von Quentin Tarantino:

1992: Reservoir Dogs – Wilde Hunde
1994: Pulp Fiction
1995: Four Rooms
1997: Jackie Brown
2003: Kill Bill – Volume 1
2004: Kill Bill – Volume 2
2007: Death Proof – Todsicher