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Ip Man (Donnie Yen) lebt als wohlhabender Kampfsportmeister mit seiner Familie in einem kleinen Dorf und führt ein würdevolles Leben. Als im Jahr 1937 die japanische Invasion ihren Lauf nimmt, wird Ip Man aus seinem Zuhause vertrieben und muss sich in der Folge als Kohlearbeiter verdingen. Indes rekrutiert der japanische General Miura immer wieder Kämpfer für gut besuchte Kampfsport-Veranstaltungen. Als Ip Mans Vertrauter Wu Chi Lin nach einem dieser Kämpfe verschollen bleibt, macht er sich selbst ein Bild von den Wettkämpfen und zieht dabei Miuras Aufmerksamkeit auf sich.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Während die ganz große Zeit der Martial-Arts-Filme mittlerweile einige Jahrzehnte zurückliegt und die verschiedenen Spitzen der filmischen Kampfkunst-Eisberge heutzutage verdächtig nach Hollywood miefen, schaffen es alle paar Jahre dennoch einige Vertreter des Genres zu höheren Ehren. So etwa „Ip Man“. Denn auch wenn der Film letztlich weit davon entfernt ist, tatsächlich old school zu sein, trägt Wilson Yips Teilbiographie des Bruce-Lee-Lehrers so manches klassisches Element in sich, dass es ausgemachten Eastern-Fans warm ums Herz werden dürfte. Abgesehen vom politisch geprägten Handlungsrahmen und den zwischenmenschlichen Verwicklungen macht „Ip Man“ nämlich keinen großen Hehl daraus, was im Mittelpunkt des Geschehens steht. Und das ist nun einmal die Kampfkunst.

So ist es keine Überraschung, dass der Zuschauer in der leider etwas zu kurz geratenen Spielzeit von knapp über 100 Minuten eine Vielzahl von Kampfeinlagen zu sehen bekommt, die bei aller verwendeten Tricktechnik durchaus den handfesten Charme der 70er Jahre versprühen. Dass Biographisches und Politisches dabei letztlich nur Randerscheinungen bleiben, dürfte zumindest den eingefleischten Kampfkunst-Fan kaum stören. Wer nämlich einen modernen chinesischen Martial-Arts-Kracher erster Güte sehen will, kommt mit „Ip Man“ voll auf seine Kosten.

Auf den Geschmack gekommen? Falls ja, können wir nur empfehlen, sich zumindest noch mit der offiziellen Fortsetzung „Ip Man 2“ zu beschäftigen. Die weniger gelungenen „Ip Man Zero“ und „Ip Man: The Final Fight“ sind hingegen nur etwas für abgehärtetere Eastern-Fans.


Daten:

China 2008, 106 Minuten, FSK: 18
Regie: Wilson Yip
Genre: Action | Biographie | Drama | Historie | Sport
Darsteller: Donnie Yen, Simon Yam, Siu-Wong Fan, uvm.


Für Fans von:

Ong-Bak, The Grandmaster, Ninja Assassin


Dieser Film wurde bewertet von:

imdb.de: 8,1 von 10
moviepilot.de: 7,1 von 10


Auszeichnungen:

  • Eine Auszeichnung bei dem Sitges Festival Internacional de Cinema de Catalunya 2009
  • Eine Auszeichnung bei den Shanghai FIlm Critics Awards 2009
  • Zwei Auszeichnungen und zehn weitere Nominierungen bei den Hong Kong Film Awards 2009



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Wilson Yip:

2004: The White Dragon
2005: KillZone SPL
2006: Dragon Tiger Gate
2007: Flash Point
2010: Ip Man 2
2011: Magic to Win
2011: A Chinese Ghost Story – Die Dämonenkrieger