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Anthony Swofford (Jake Gyllenhaal) wird Ende der 1980er Jahre im Vorfeld des Golfkrieges in einem Camp auf seinen bevorstehenden Einsatz vorbereitet. Wenige Monate später befindet er sich auf irakischem Boden und wartet gemeinsam mit seinen Kameraden auf den Einsatzbefehl. Es vergehen Wochen, in denen die Soldaten in der Langweile ihren schärfsten Feind begreifen. Daher versuchen sie alles, um in der ungewissen Situation bei Verstand zu bleiben. Als es danach scheint, als stehe der Einsatz kurz bevor, muss Anthony einsehen, dass es im Krieg keine Abenteuer zu erleben gibt.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Um den zerstörerischen Hype nachzuvollziehen, der rund um die Veröffentlichung von „Jarhead“ Mitte des vergangenen Jahrzehnts seinen Lauf nahm, muss man sich in das Jahr 2004 zurückversetzen. Als erste Meldungen über den Äther und in das Bewusstsein erwartungsvoller Cineasten schweiften, Sam Mendes, der in den vergangenen Jahren mit „American Beauty“ und „Road to Perdition“ das eingerostete Hollywood-Kino aus dem Millennium-Schlaf erweckt hatte, plane einen „besonderen“ Kriegsfilm, war die Erwartung groß. Als folgend bekannt wurde, dass ein gewisser Jake Gyllenhaal, der in jüngerer Vergangenheit mit seinen poetisch-kraftvollen Auftritten in „Donnie Darko“ und „Moonlight Mile“ für Begeisterung gesorgt hatte, die Hauptrolle übernehmen sollte, glaubten nicht wenige, dass nach „Apocalypse Now“, „Platoon“ und „Full Metal Jacket“ endlich wieder ein generationsbildender (Anti-)Kriegsfilm in Produktion gehen werde. Und tatsächlich ließ es sich gut an.

Hintersinnige Anspielungen auf Camus, Einstellungen selten erreichter Tragweite und die an Kubrick erinnernde Haltung zum (a)moralischen Kriegsgeschehen ließen sowohl Cineasten als auch Kritiker wohlwollend mit den Köpfen nicken. Dass „Jarhead“ heute dennoch nicht zur Riege der ganz großen (Anti-)Kriegsfilme gezählt wird, ist einzig mit der übertriebenen Erwartungshaltung zu erklären, der Sam Mendes’ Film im Vorfeld ausgesetzt war. Ein intelligenteren Beitrag zum Genre hatte das vergangene Film-Jahrzehnt nämlich bei weitem nicht zu bieten.

Egal ob „Jarhead“-Kritiker oder „Jarhead“-Befürworter: Unanfechtbar bleibt die Meinung, dass sich Sam Mendes vom „Jarhead“-Hype bis zum heutigen Tage nicht mehr so recht erholt hat. Heute warten nämlich lange nicht mehr so viele Cineasten auf einen neuen Film des „American Beauty“-Regisseurs wie noch im Jahre 2004.


Daten:

USA 2005, 117 Minuten, FSK: 12
Regie: Sam Mendes
Genre: Biographie | Drama | Krieg
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Scott MacDonald, Peter Sarsgaard, uvm.


Für Fans von:

Operation: Kingdom, Black Hawk Down, Full Metal Jacket


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 7,1 von 10
moviepilot.de: 6,8 von 10
Filmstarts.de: 4 von 5


Filmzitate:

„Also von jetzt an waren meine Hände Wichsgriffel. Meine Taschenlampe war ein Mondstrahl. Mein Kugelschreiber war ein Tintenstift. Mein Mund war eine Schwanzlutsche. Ein Bett war ein Regal. Eine Wand war ein Schott. Ein Hemd war eine Bluse. Eine Krawatte war immer noch eine Krawatte und ein Gürtel ein Gürtel. Aber viele andere Dinge würden niemals mehr so sein wie sie waren.“

„Es ist eine Ehre für diese Freiheit zu kämpfen.“

„Habt ihr den Jungen gesehen, der davon träumt seinem Land zu dienen? Dieser Jarhead bin ich!“



Auszeichnungen:

  • Vier Nominierungen bei den Satellite Awards 2005
  • Vier Auszeichnungen bei den Satellite Awards 2006



Jarhead bei Amazon:

auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Sam Mendes:

1999: American Beauty
2002: Road to Perdition
2008: Zeiten des Aufruhrs
2009: Away We Go – Auf nach Irgendwo
2012: Skyfall