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1944. Auf der Insel Iwojima erwarten die japanischen Soldaten den Angriff der Amerikaner und versuchen, ihre Stellungen gefechtsbereit zu machen. Der neu auf der Insel angekommene Leutnant Tadamichi Kuribayashi (Ken Watanabe) versucht Ordnung in die Vorbereitungen zu bringen, stößt allerdings auf vielfachen Widerstand. Indes müssen sich die Soldaten um den Gefreiten Saigo die Misshandlungen von Hauptmann Tanida gefallen lassen. Als die Amerikaner schließlich angreifen, scheint jede Hoffnung verloren. Neben der technischen Überlegenheit des Gegners haben die Soldaten nämlich vor allem mit Nachschub-Problemen zu kämpfen.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Die Schlacht um Iwojima ist fraglos eine der bekanntesten des gesamten Zweiten Weltkrieges. So stellt es keine Überraschung dar, dass Clint Eastwood gleich zwei Filme darauf verwendet hat, um die Hintergründe des Inselkrieges in allen Details offenbar werden zu lassen. Erzählt „Flags of Our Fathers” die Schlacht aus Sicht der amerikanischen Soldaten, zeigt „Letters from Iwo Jima“ den japanischen Blick auf die blutigen Geschehnisse auf. Dabei entwirft Eastwood kein bloßes Schlachtengemälde, sondern legt den Fokus auf zwischenmenschliche Verwicklungen, die im Vorfeld des Gefechts einen Großteil der Handlung ausmachen.

Episodisch zeichnet „Letters from Iwo Jima“ sowohl die Schicksale des einfachen Gefreiten als auch die militär-politischen Machtspiele der Kommandeure nach und bietet so ein vogelperspektivisches Gesamtbild der vom Krieg bestimmten Lebensumstände. Dabei beharrt Eastwood auf eine betont nüchtern anmutende Erzählweise und beweist anders als viele pathetisch aufgezogene Genre-Kollegen eine durchaus untypische Nähe zur Dokumentation. Cineasten, die etwas über die Menschen erfahren wollen, die auf Iwojima dem Angriff der Amerikaner entgegensahen, können sich demnach auf ein faszinierendes Kriegsdrama freuen. Fans von lärmender Kriegsaction werden hingegen in die Röhre schauen.

Obwohl „Flags of Our Fathers” und „Letters from Iwo Jima“ fraglos zu den ganz großen (Anti-)Kriegsfilmen des neuen Jahrtausends zählen, dürfte so manchem Cineasten die zuweilen zu breit angelegte Inszenierung störend ins Auge fallen. Aufgrund der Vielzahl der eingeführten Charaktere und der im Kampfgetümmel leidenden Übersichtlichkeit stellt sich nämlich vor allem zum Ende hin bisweilen die Frage, was wem wo genau gerade eigentlich widerfahren ist.


Daten:

USA 2006, 141 Minuten, FSK: 16
Regie: Clint Eastwood
Genre: Drama | Geschichte| Krieg
Darsteller: Ken Watanabe, Kazunari Ninomiya, Shido Nakamura, uvm.


Für Fans von:

Flags of Our Fathers, Der schmale Grat


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,0 von 10
moviepilot.de: 7,9 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Dass Männer sterben werden ist unvermeidlich“

„Wir sterben sowieso alle…das ist doch der Plan, oder?“

„Versuche immer gerecht zu handeln, damit auch du gerecht behandelt wirst.“



Auszeichnungen:

  • Bester fremdsprachiger Film bei den Golden Globes 2007
  • Drei Nominierungen und eine Auszeichnung bei den Oscars 2007
  • Cinema for Peace Award bei der Berlinale 2007



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Weitere Filme von Clint Eastwood (Auszug):

1997: Absolute Power
1997: Mitternacht im Garten von Gut und Böse
2004: Million Dollar Baby
2006: Flags of Our Fathers
2006: Letters from Iwo Jima
2008: Der fremde Sohn
2008: Gran Torino
2009: Invictus – Unbezwungen
2010: Hereafter – Das Leben danach
2011: J. Edgar