CtvurN_touY
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schlechtärgerlichschwachnicht besondersgeht soganz gutsehenswertausgezeichnetherausragendLieblingsfilm 7,53 von 10 (146x bewertet)
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Inder Pi (Irrfan Khan) wächst als Sohn eines Zoodirektors auf und muss bereits im Kindesalter lernen, seinen eigenen spirituellen Weg zu gehen. Als der Zoo in finanzielle Nöte gerät, beschließt die Familie auszuwandern und die Tiere in Übersee zu verkaufen. Doch auf der Überfahrt gerät das Schiff in Seenot und sinkt. Pi überlebt als einziger Mensch, muss jedoch bald einsehen, dass um ihn herum eine Vielzahl von Tieren ins Rettungsboot strebt. Letztlich beansprucht Tiger Richard Parker das Rettungsboot und die verbliebene Nahrung für sich.

Warum ihr diesen Film sehen solltet

Nur damit nichts unter den Tisch fällt: Da ist also eine schiffbrüchige Arche, ein philosophisch-anarchisch angehauchter Teenager und ein zähnefletschender, hyänentötender Tiger – und alles irgendwie auf einem mickrigen Rettungsboot. Was sich anhört, wie ein kaum erträglicher Albtraum r la Sat.1-FilmFilm-Productions ist am Ende allerdings einer der besten Filme des angebrochenen Jahrzehnts. Regisseur Ang Lee haut dem Zuschauer nämlich gleich von Beginn an eine Reihe existenzieller Weisheiten um die Ohren, dass es nur so knallt. Beinahe ironisch mutet es dabei an, dass Lee alles Augenzwinkern zum Teufel schickt und seine märchenhaften Geschichte mit gewissenhaftem Ernst erzählt. Der Film verzichtet demnach auf doppelten Boden und begibt sich damit freiwillig auf gefährliches Terrain.

Film-Fans nämlich, die filmische Irritation tatsächlich als Irritation begreifen, dürften mit „Life of Pi“ so ihre Probleme bekommen. Cineasten allerdings, die mehr von Filmen erwarten als zwei Stunden erwartete Unterhaltung, können sich auf ein wahres Fest der Ideen freuen. „Life of Pi“ bietet nämlich sowohl in visueller als auch philosophische Hinsicht so manches Glanzstück, so dass es beinahe schon zum Pflichtprogramm eines jeden anspruchsvollen Kino-Gängers gehören sollte, Ang Lees modernes Meisterwerk in Augenschein zu nehmen.

Obwohl Ang Lee längst zu den anerkannten Größen des internationalen Filmgeschäfts gehört, scheint die tatsächliche Bedeutung des Taiwanesen nicht zuletzt für das Hollywood-Treiben bis hierhin unterschätzt. Mit genreübergreifenden Kultfilmen wie „Eat Drink Man Woman“, „Der Eissturm“ oder „Brokeback Mountain“ gehört Ang Lee nämlich zu den wenigen Big Playern des Mediums.


Daten:

USA 2012, 127 Minuten, FSK: 12
Regie: Ang Lee
Genre: Abenteuer | Drama | Fantasie
Darsteller: Suraj Sharma, Irrfan Khan, Adil Hussain, uvm.


Für Fans von:

Hugo Cabret, Cloud Atlas, Big Fish


Dieser Film wurde bewertet von:

IMDb: 8,1 von 10
moviepilot.de: 7,9 von 10
Filmstarts.de: 4,5 von 5


Filmzitate:

„Der Koch…Der Koch war ein schrecklicher Mann, er hat eine Ratte gegessen“

„Und genauso ist es mit Gott.“

„Die Welt hatte etwas von ihrem Zauber verloren“



Auszeichnungen:

  • Ein Preis und zwei weitere Nominierungen bei den Golden Globe Awards 2013
  • Ein Preis und eine Nominierung bei den Annie Awards 2013
  • Vier Oscars und sieben weitere Nominierunen bei der Oscarverleihung 2013



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auf DVD oder Blu-Ray


Weitere Filme von Ang Lee:

1992: Schiebende Hände
1993: Das Hochzeitsbankett
1994: Eat Drink Man Woman
1995: Sinn und Sinnlichkeit
1997: Der Eissturm
1999: Wer mit dem Teufel reitet
2000: Tiger and Dragon
2003: Hulk
2005: Brokeback Mountain
2007: Gefahr und Begierde
2009: Taking Woodstock